Andreas Reiter: "In Krisen und Zeiten der Disruption können wir Zukunft nur als alternative Möglichkeiten (Plural!) entwerfen"

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Andreas Reiter

 

Matthias Burzinski im Gespräch mit Zukunftsforscher Andreas Reiter

Mit Andreas Reiter starten wir unser neues Blog innerhalb von destinet.de - die Lernkurve. Weil auch wir glauben, dass wir den beispiellosen Ereignissen dieser Tage ebenfalls etwas Neues entgegensetzen müssen: einen Lernprozess.

Natürlich wissen wir, dass dieser Prozess auch schon Pre-Corona notwendig war, mindestens in Auseinandersetzng mit der Digitalisierung und einem zukunftsfähigen, nachhaltigen Tourismus. Doch mit der Corona-Krise wird Disruption unmittelbar spürbar für alle. Aus dem schleichenden Prozess wird plötzlich ein Direktiv. Und auch Agilität allein reicht nicht mehr, weil Agilität letztlich oft auch nur bedeutet, re-aktiv und nicht zwingend pro-aktiv zu handeln. Mit Andreas Reiter wollen wir eine Art Leitlinie setzen, an der Sie sich orientieren können, vor allem dann, wenn wir die erste Phase der Krise hinter uns lassen und den Tourismus neu gestalten müssen. Herzlich Willkommen in der Lernkurve!




Matthias Burzinski: Wir erleben in der Tourismusbranche derzeit eine Disruption ohne Beispiel: den Shutdown einer ganzen Branche - und das mehr oder weniger weltweit. Viele sind schier überwältigt von der Wucht der Ereignisse. Kaum ein Planungsparameter ist sicher. Vor allem die Dauer der Krise ist nicht vorhersagbar. Wie gehen wir strategisch damit um?

Andreas Reiter: Ja, die Disruption ist brutal und in ihrer Komplexität viel massiver als z.B. der letzte große Schwarze Schwan, die Finanzkrise. Schließlich verschränken sich hier epidemiologische, ökonomische und soziale Aspekte in einer Weise, die für alle die Ungewissheiten und damit den Kontrollverlust schmerzlich erhöht.

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