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ITB-Fachforum Wandern: Ergebnisse des neuen Wandermonitors

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wanderer, berg

 

Wie profitieren Regionen wirtschaftlich von Wandergroßevents? Was sollten Regionen bieten, um Wanderer für sich zu interessieren? Wer interessiert sich für das Wandern? – Nur drei von vielen Fragen, die die Referenten während des diesjährigen ITB-Fachforums Wandern am 8. März beantworten wollen.

Während des vom Deutschen Wanderverband (DWV) zusammen mit der Deutschen Zentrale für Tourismus organisierten Forums werden jedes Jahr die wichtigsten Fragen rund um das Thema Wandern beantwortet. DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks: „Die Veranstaltung  ist für viele Touristiker aus Deutschland und Europa fester  Bestandteil  im ITB-Terminkalender, ein Pflichttermin für alle, die sich über Neuigkeiten und Trends beim Wandern informieren wollen.“

Professor Heinz-Dieter Quack von der Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften wird in Berlin die Ergebnisse des 2018er Wandermonitors vorstellen. Quack: „Die Studie erlaubt tiefe Einblicke in Präferenzen und Motive der Wandernachfrage und schafft so ein tieferes Verständnis der Bedürfnisse einzelner Zielgruppen.“ Die Verschneidung mit SINUS-Milieus zeige, wie differenziert Produktentwicklung und Kommunikation im Wandermarkt heute zu handhaben seien. „Unterschiedliche Lebensstilmilieus haben jeweils unterschiedliche Anforderungen an Region und Weg, aber auch zum Beispiel an ihre Ausrüstung für die Wanderung“, so der Wissenschaftler.

Besonders erfreulich aus touristischer Sicht sei die überdurchschnittlich hohe Wanderneigung in den „gehobenen“ Lebensstil-Milieus. Bemerkenswert sei auch der im Vergleich zu den Vorjahren höhere Stellenwert von Service-Leistungen wandertouristischer Angebote. „Immer mehr jüngere Wanderer wünschen sich Sehenswürdigkeiten in der Wanderregion, die lückenlose Anwendbarkeit wanderaffiner Smartphone-Apps während der Wanderung sowie eine zuverlässige Beschilderung des Weges.“

Wie schon bei der Planung von Natursport-Infrastruktur potentielle Konflikte unterschiedlicher Akteure zu vermeiden sind, erklärt in Berlin Erik Neumeyer, stellvertretender DWV-Geschäftsführer. „Schon diese Planung stößt wegen scheinbar unauflösbarer Interessenkonflikte zunehmend an ihre Grenzen“, so Neumeyer. Im Rahmen des DWV-Projektes „Natursport.Umwelt.Bewusst“ entwickele der DWV deswegen gerade Instrumente für ein möglichst harmonisches Miteinander unterschiedlicher Interessengruppen in der Natur. Dabei habe eine Befragung unter 5.886 Natursportlern im vergangenen Jahr gezeigt, dass für  82 Prozent der befragten Wanderer das Wandern eine Rolle bei der Reiseentscheidung spielt. Bei allen anderen Natursporttreibenden liege dieser Wert im Durchschnitt immerhin bei knapp 64 Prozent. „Das ist ein wichtiges Signal für den Deutschlandtourismus“, so Neumeyer.

Schon traditionell stellt der Chefredakteur des Jahresmagazins Wanderbares Deutschland, Lutz Bormann, während des Fachforums die neue Ausgabe vor. „Schwerpunkt des 180 Seiten starken Magazins in diesem Jahr sind ´Regionale Schätze: Wandern.Entdecken.Genießen“, so Bormann, „denn nicht nur die Naturlandschaften sind hierzulande besonders reizvoll. Oft verleihen altes Handwerk, Traditionen, Brauchtum und Kultur den Wanderregionen ein markantes Profil, das den Ballungszentren inzwischen fehlt.“

Günter Weigel, Geschäftsführer der Lippe Tourismus & Marketing GmbH wird in Berlin berichten, welche wirtschaftlichen Effekte der Deutsche Wandertag im vergangenen Jahr in seiner Region hatte. „Wir können zeigen, dass die wirtschaftlichen Effekte aus dem Wandergroßevent die Investitionen in jedem Fall rechtfertigen“, so Weigel.

Anja Genz von der Deutschen Zentrale für Tourismus stellt während des Forums die Ergebnisse einer Impulsbefragung unter europäischen Wanderern vor.

Das diesjährige ITB-Fachforum Wandern findet am 8. März von  11:30 Uhr bis 13:00 Uhr auf dem Messegelände in Raum VIP 2 statt.

www.wanderverband.de
www.wanderbares-deutschland.de