Sachsen hält Tourismusniveau 2025 stabil und setzt neue Schwerpunkte für 2026

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Sachsen hält Tourismusniveau 2025 stabil und setzt neue Schwerpunkte für 2026

 

Sachsens Tourismus hat sich 2025 auf einem stabilen Niveau entwickelt und ist ein zentraler Wirtschafts- und Standortfaktor geblieben. Das Kulturhauptstadtjahr in Chemnitz sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit und neue Reiseanlässe. Eine internationale Auszeichnung erhielt der Freistaat durch die Traveller Review Awards 2026 von Booking.com: Sachsen zählte zu den zehn gastfreundlichsten Regionen weltweit und ist das einzige deutsche Bundesland in dieser Gruppe.

Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, sagte: „Der Tourismus ist ein echter Wirtschaftsmotor für Sachsen: Er schafft Arbeitsplätze, stärkt unsere Regionen und macht Sachsens Vielfalt sichtbar. 2025 hat sich der Tourismus im Freistaat auf einem stabilen Niveau bewegt. Mit einem jährlichen Umsatz von über 9,3 Milliarden Euro durch Übernachtungen und Tagesreisen und über 190.000 Arbeitsplätzen – umgerechnet auf Vollzeitstellen – leistet die Branche einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Das Kulturhauptstadtjahr hat gezeigt, wie sehr Kultur touristische Nachfrage beflügelt. Und 2026 nutzen wir diesen Rückenwind mit klaren thematischen Schwerpunkten und starken Reiseanlässen: Wir setzen einen Fokus auf Radtourismus, Kulinarik und Wandern und freuen uns auf Highlights wie das Europäische Wanderfestival EURORANDO und den 123. Deutschen Wandertag im September 2026 im Erzgebirge. Zudem schaffen Projekte wie die Eröffnung des Seenverbundes im Lausitzer Seenland und der neue Stadthafen Leipzig neue touristische Zugänge.“

Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtags und des Landestourismusverbands Sachsen (LTV SACHSEN), betonte: „Aus Sicht der Regionen ist die Bilanz 2025 vor allem ein Signal der Resilienz: Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen hat die Branche Stabilität bewiesen. Gleichzeitig stärkt die gesenkte Mehrwertsteuer auf Speisen die Gastronomie als Rückgrat des touristischen Angebots. Und vielerorts zeigen sich positive Effekte dort, wo starke Anlässe geschaffen wurden. Genau deshalb ist der Tourismus in Sachsen ein unverzichtbarer Wirtschafts- und Standortfaktor für Städte und ländliche Räume. Jetzt geht es darum, den Masterplan Tourismus mit verlässlicher Tourismuspolitik und einer klaren finanziellen Hinterlegung konsequent umzusetzen. Dazu gehören Investitionen in Qualität, Infrastruktur, Wege, Barrierefreiheit und Ganzjahresangebote sowie die Stärkung von Kur- und Erholungsorten und des Kinder- und Jugendtourismus als wichtige Angebote in den Regionen. Ein starkes Signal für Sachsen ist außerdem die Ankündigung, dass der Deutsche Tourismustag vom 18. bis 20. November 2026 in Leipzig stattfinden wird. Das lenkt tourismuspolitische Aufmerksamkeit auf Sachsen und gibt Rückenwind für die Zukunftsthemen der Branche.“

Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), ergänzte: „Seit 25 Jahren vermarktet die TMGS die Reisedestination Sachsen als herausragendes Kultur- und Naturreiseziel und leistet damit einen zentralen Beitrag zum Wirtschaftsfaktor Tourismus. 2025 lag der Fokus unserer Arbeit auf dem digitalen Marketing. Großangelegte Kampagnen mit über 73 Millionen Impressionen, eine neue, moderne Website und eine innovative Social-Media Strategie markierten wichtige Meilensteine. In diesem Jahr konzentrieren wir unsere Werbung auf die Themen Starke Frauen, UNESCO-Welterbe und MakerTourism unter dem Slogan ‚Alles auf einen Augenblick‘. Große Events und touristische Highlights schaffen zusätzliche Reiseanlässe. Parallel intensivieren wir unser Auslandsmarketing – insbesondere in unseren europäischen Zielmärkten, USA und Asien. Als Impulsgeber für den Tourismus ist es außerdem unser Ziel, die digitale Attraktivität Sachsens zu steigern, Partner zu stärken und die nationale wie internationale Sichtbarkeit auszubauen. Mit der Weiterentwicklung der Tourismusdatenbank SaTourN zu einem KI-gestützten Erlebnis- und Marketing-System setzen wir im Bereich Digitalisierung hierfür ein klares Zeichen.“

Norman Ladig, Regional Manager DACH bei Booking.com, sagte: „Wir sind sehr stolz darauf, die herausragende Arbeit unserer Unterkunftspartner in Sachsen mit den Traveller Review Awards 2026 zu würdigen. Sachsen zählt offiziell zu den gastfreundlichsten Regionen weltweit – und ist das einzige deutsche Bundesland, das diese Auszeichnung erhalten hat. Die Auszeichnung basiert auf verifizierten Gästebewertungen und ist damit für Reisende ein starkes Signal für verlässliche Qualität und echte Gastgeberkultur. Für die Region bedeutet sie internationale Sichtbarkeit und Rückenwind für kleine und mittelständische Betriebe – in den Städten ebenso wie in den ländlichen Räumen.“

Tourismusbilanz 2025
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen seien die Tourismuszahlen 2025 stabil geblieben. In den Regionen Chemnitz.Zwickau.Region, Sächsische Schweiz und Erzgebirge seien die Übernachtungszahlen gestiegen, während die Oberlausitz leicht unter dem Vorjahr geblieben sei. Chemnitz habe im Kulturhauptstadtjahr ein deutliches Plus verzeichnet. Der Rückgang ausländischer Gäste habe dem bundesweiten Trend entsprochen, während die inländischen Gästezahlen nahezu konstant geblieben seien.

Schwerpunkte 2026
2026 setze Sachsen auf die Stärkung des Radtourismus. Eine neue Netzwerk- und Koordinierungsstelle für Rad- und Mountainbike-Tourismus soll die Aktivitäten bündeln. Geplant seien neue Mountainbike-Angebote am Fichtelberg und grenzübergreifende Projekte mit Tschechien, Bayern und Thüringen, darunter die Bayrisch-Böhmisch-Sächsische Bäderroute. Zudem sollen neue Angebote wie Fahrradlager für Schülergruppen entstehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Kulinarik. Mit der Initiative „So schmeckt Sachsen“ wollen das Tourismusministerium, der DEHOGA Sachsen und die TMGS die gastronomische Vielfalt des Freistaates stärker hervorheben. Die gesenkte Mehrwertsteuer auf Speisen unterstütze die Betriebe zusätzlich.

Auch die 39 staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte sollen stärker in den Fokus rücken. Sie sollen rund 30 Prozent der Übernachtungen im ländlichen Raum erwirtschaftet und als wichtige Wirtschaftsfaktoren gegolten haben. 2026 sollen neun Prädikatsüberprüfungen anstehen.

 

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Bild: © Igor Levitskiy auf Pixabay

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