Futouris: Nachhaltige Kulinarik als Branchenprojekt

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Mitte Oktober trafen sich die Mitglieder von Futouris in Rostock zur jährlichen Strategietagung. Dabei erfolgte auch der offizielle Startschuss für das neue Branchenprojekt, das gemeinsam von allen Mitgliedsunternehmen getragen und finanziert wird: „Sustainable Food“ – nachhaltige Ernährung im Urlaub.

Nach der Klimainsel Juist und nachhaltigen Lodges in der südafrikanischen Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) nun „Sustainable Food“ – Futouris will mit seinem Branchenprojekt neue Wege gehen. Denn kulinarische Erlebnisse und Genießen gehören für viele Urlauber zu den elementar wichtigen Reiseerfahrungen, die sowohl mit Authentizität als auch mit Entspannung verbunden seien Gleichzeitig belegten viele Studien einen Trend hin zur Verwendung von nachhaltigen Lebensmitteln im Alltag. Wie es aber um die Bedeutung von nachhaltigen Speisen- und Getränkeangeboten im Urlaub stehe, sei weitgehend unbekannt.

Diese Wissenslücke will Futouris mit dem Projekt schließen. Deshalb hätten sich die Projektträger – das Institut für Tourismus und Service Management an der Modul Universität Wien, das Institut für Tourismus-Management an der Fachhochschule Wien der WKW und die Kondeor Marketinganalysen GmbH – zum Ziel gesetzt, in einem mehrstufigen Prozess ein Praxishandbuch für die Tourismusindustrie zu entwickeln, das es erlaube, nachhaltige Best Practices in den Küchen und Restaurants von Hotels und Kreuzfahrtschiffen umzusetzen.

Bei der vorgeschalteten Nachfrage- und Angebotsanalyse würden verschiedene Bereiche der Gastronomie beleuchtet und hinterfragt: Angefangen mit dem lokalen Einkauf möglichst biologisch angebauter Produkte über die ressourcenschonende Zubereitung und Präsentation des Essens bis hin zur Vermeidung von Nahrungsmittelverschwendung und fairen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter reiche die Palette der relevanten Themen.

In einer Kundenbefragung würden zudem die Erwartungen der Reisenden an ein nachhaltiges Speisen- und Getränkeangebot im Urlaub erhoben. Während dieser Analysen soll auch deutlich werden, welche Stakeholder nachhaltige Aspekte der Ernährung an welchen Punkten der touristischen Wertschöpfungskette umsetzen könnten – Veranstalter, Hoteliers, Kreuzfahrtunternehmen und auch der Reisebürovertrieb engagierten sich gleichermaßen in dem Projekt.

Nach der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit und Erscheinen des Praxishandbuchs im Frühjahr 2016 erfolge der Praxistransfer im Rahmen von Modellprojekten in Urlaubsländern. Hierbei würden die erarbeiteten Handlungsempfehlungen von Futouris Mitgliedsunternehmen umgesetzt, erprobt und weiterentwickelt.  Hasso von Düring, Vorstand von Futouris, ist überzeugt von der Schlagkraft des neuen Branchenprojekts: „Mit Sustainable Food betreten wir Neuland in der touristischen Nachhaltigkeitsdebatte und setzen an den Kernprozessen der Touristik an. Von einem nachhaltigen und lokaltypischen Speisenangebot werden die Partner in den Destinationen durch größtmögliche regionale Wertschöpfung profitieren. Gleichzeitig bieten wir Reisenden mit dem nachhaltigen Speisenangebot ein besonderes Urlaubserlebnis – und vielleicht sogar Impulse für eine nachhaltigere Ernährung im Alltag.“

www.futouris.org