Reisen ohne Smartphone: Wie gehen Urlauber mit dem unfreiwilligen Digital Detox um?

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Wer unfreiwillig ohne Smartphone am Urlaubsort strandet, tauscht den Pauschalurlaub gegen ein kleines Abenteuer. Eine Umfrage des Online-Reiseportals Opodo verrät, wie deutsche Reisende sich dann "durchschlagen".

Das Smartphone gehört für die meisten Urlauber genauso ins Reisegepäck wie Zahnbürste und Badehose. Doch welche Einschränkungen erwarten deutsche Reisende eigentlich konkret, sollte ihr Handy im Urlaub verloren gehen? Jeder dritte Befragte gab an, dass er die Möglichkeit vermissen würde, sich per Mobiltelefon in unbekannten Gegenden zurechtzufinden. Über die Hälfte der befragten Frauen sorgte sich um Selfies und Material für das Fotoalbum, 40 Prozent der Männer teilte diese Sorge. Lediglich die über 60-Jährigen bleiben beim unfreiwilligen Handyverzicht gelassen: Fast die Hälfte der Senioren gab an, bei einem Handyverlust im Urlaub nicht eingeschränkt zu sein.

Besonders gut vorbereitet sind Bremer Reisende

Doch was würden Betroffene tun, die ohne ihr Mobiltelefon in einer fremden Stadt stranden? 40 Prozent der Befragten würden ein nahe gelegenes Hotel als Rettungsinsel aufsuchen. Mehr als jeder Fünfte aus der Altersgruppe 60+ würde sich gleich an die lokale Polizei wenden. Besonders findig sind Reisende aus dem Bundesland Thüringen. Dort entschieden sich doppelt so viele Befragte wie in anderen Bundesländern, sich beim Handyverlust für Support an die örtliche Botschaft zu wenden. Ziemlich gut vorbereitet zeigten sich die Bremer. Etwa ein Drittel der Befragten aus der Hansestadt hat auf Reisen immer einen Reiseführer dabei. Dennoch befand fast die Hälfte der befragten Bremer, dass für sie die Orientierung am Urlaubsort ohne Handy eine Herausforderung sei.

Ausgedruckte Bordkarte ist weiterhin Standard

Zum Glück würde die Reise ohne Handy für die wenigsten Urlauber bereits am Flughafen enden, da die Bordkarte in den meisten Fällen als ausgedrucktes Dokument einen festen Platz im Handgepäck hat. Sechs von zehn Befragten drucken immer oder zumindest gelegentlich die Bordkarte vor ihrer Ankunft am Flughafen aus. Die Generation 60+ wendet sich dafür bevorzugt an das Servicepersonal am Check-In: 40 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe kommen bei Flugreisen ganz ohne digitales Endgerät aus.

Reiseführer heute schon Relikt?

Auch bei Reiseführern ist für die meisten digital nicht immer besser. Die meisten Befragten verreisen zumindest gelegentlich mit ausgedruckten Sightseeing-Tipps. Je jünger, desto häufiger greifen die Urlauber aber zusätzlich auch zum Handy für die Navigation und Informationsbeschaffung am Zielort zurück. Bei den 20-29-Jährigen war das gedruckte Buch als Reiseführer in der Befragung am wenigsten verbreitet. Hier gab dagegen jeder Vierte an, im Vorfeld der Reise online zu recherchieren. Vielleicht ändert sich das ja, wenn diese Altersgruppe Nachwuchs bekommt. Denn die Befragung zeigte, dass Eltern mit fast 18 Prozent häufiger Reiseführer dabeihaben als Kinderlose (knapp 13 Prozent).

www.opodo.de.de

BIld: https://pixabay.com/de/abenteuer-sorgenlos-l%C3%A4ssig-2679498/