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Innovative Mobilitätsdienstleistungen sollen Kulturtourismus am Limes fördern

am . Veröffentlicht in Städte- und Kulturtourismus

Der römische Limes verläuft in 10 Ländern und ist eine Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung. Ein neues europäisches Konsortium unter Beteiligung von Rheinland-Pfalz will den Kulturtourismus am Limes voranbringen.

Die Auftaktpräsentation findet unter Beteiligung der EU-Kommission, von Österreich und Bulgarien sowie weiterer EU-Limes-Anrainerstaaten am 23. März in der „RömerWelt am Caput Limitis“ Rheinbrohl statt.

Die Projektentwicklungsgesellschaft des Landes Rheinland-Pfalz (PER) hat sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, zusammen mit Österreich und Bulgarien am Limes zu zeigen, wie innovative Mobilitätsdienstleistungen zu Wachstum und Beschäftigung im ländlichen Raum beitragen könnten. An dem Gesamtbudget von 670.000 Euro sei das Wirtschaftsministerium mit 70.000 Euro beteiligt.

Das LIMES-Prototyp-Konzept (Large Scale Innovative and Mobile European Services for Culture Tourism in Rural Areas) werde bis Ende 2013 durchgeführt und von der Europäischen Kommission zu 75 Prozent finanziert. Neben Deutschland, Österreich und Bulgarien seien außerdem die weiteren Limes-Anrainer-Staaten Großbritannien, die Niederlande, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien und Rumänien einbezogen.

„Wir leisten damit einen Beitrag zur touristischen Entwicklung ländlich geprägter Regionen in allen europäischen Ländern entlang des römischen Limes“, glaubt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. „Innovative mobile Dienstleistungen wie zum Beispiel „Apps“ für Smartphones bieten Informationen und machen das Reisen noch einfacher. Diese Dienstleistungen für Besucher und Einheimische können Basis sein für Unternehmensgründungen und neue Geschäftsmodelle am Limes. Die gemeinsame europäische Geschichte sichtbar zu machen kann Einkommen und Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen.“

Mobilitätsdienstleistungen könnten zum Beispiel Simulationen auf dem Smartphone sein - wie die Darstellung von nicht mehr existierenden Türmen oder Befestigungen. Auch gebe es die Möglichkeit umfassende Informationen zu Gaststätten, Unterkünften, zu Wanderwegen, zur Wettersituation oder zu Reisewegen den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die technischen Grundlagen würden durch die beteiligten Entwicklungsfirmen gesetzt. Die Landesregierung unterstütze die Vernetzung der Akteure, das Setzen von Rahmenbedingungen und die Kommunikation entlang des Limes. Möglichst viele Akteure sollen mit einbezogen werden.

Der konzeptionelle Ansatz sei Bestandteil der „European Mobile and Mobility Industries Alliance (EMMIA)“ und werde als so genannter „Large Scale Demonstrator“ in Partnerschaft mit der EU-Kommission, Generaldirektion Unternehmen und Industrie, durchgeführt. „Large Scale Demonstrators“ seien neue Prototyp-Maßnahmen der Europäischen Kommission, um europaweite Ansätze innovativer mobiler Dienstleistungen zu testen und einzuführen.

www.roemer-welt.de
www.mwkel.rlp.de

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