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Alpines Museum in Bern wiedereröffnet

am . Veröffentlicht in Städte- und Kulturtourismus

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Das Alpine Museum der Schweiz (ALPS) hat die Vitrinen abgeschafft. In der ersten Ausstellung im frisch umgebauten Haus wird die Sammlung auf dem Fussboden präsentiert. Das Alpine Museum der Schweiz positioniert sich damit neu als Themenhaus der Gegenwart.

Das Museum verfüge künftig über 800 qm Sonderausstellungsfläche, ein eigenes Restaurant mit alpiner Küche und den Experimentierraum «Biwak». Die erste Ausstellung «Berge versetzen. Eine Auslegeordnung» sei Programm. Zum Auftakt der neuen Ära werde das Erbe des «alten» Museums, die 107-jährige Sammlung, in nie gesehener Dichte ausgebreitet und aus neuen Perspektiven betrachtet und befragt.

Auf rund 800 qm haben die Ausstellungsmacher 1‘200 Objekte ausgelegt, aneinandergereiht, fein säuberlich sortiert und durchnummeriert. Kletterhaken, Hüttenbücher, Expeditionskisten, Hirschgeweihe, Thermosflaschen, Gletscherabdeckungsfolie,
Bergreliefs und Alpenluft aus der Spraydose und weiteres Bergzeug mehr. Die Besucher werden 50 cm über Boden über einen Steg geführt, was neue Einblicke und Ansichten erlauben soll. Für den geschärften Blick stünden zusätzlich Ferngläser zur Verfügung und für vertiefende Informationen 11 thematische Tourenguides.

Sie führten das Publikum mit einem besonderen Fokus an ausgewählte Objekte. So mit der Design-Tour und der Suche nach der perfekten Form, mit der VIP-Tour, in der es um Ruhm und Ehre «berühmter» Persönlichkeiten und Gegenstände gehe. Oder mit der Gender-Tour und den unterschiedlichen Erfahrungen von Mann und Frau am Berg. Im neu gestalteten Holdersaal mit Ferdinand Hodlers Monumentalgemälde «Aufstieg und Absturz» an der Wand, lasse die Animationsfilmerin Maja Gehrig die im Vorraum ausgestellten Sammlungsobjekte auf wunderbare Weise lebendig werden.

Dialog mit dem Publikum

Mit «Berge versetzen» will das neu konzipierte ALPS eine zeitgenössische Sprache sprechen. Der Einbezug künstlerischer Arbeiten sei ein wesentlicher Teil davon. Zugleich stelle das Museum spielerisch die Sinnfrage an den Anfang seiner Ausstellungstätigkeit: Wozu dieser Speicher alpiner Objekte in der Stadt? Was sammelt es heute und in Zukunft? Welche Themen gehören in das neue Haus? Auf einer ersten von zwei interaktiven Plattformen sollen die Besucherinnen und Besucher über den Verbleib oder die Entsorgung von zuvor angetroffenen Sammlungsobjekten urteilen und ihren Entscheid begründen. Auf einer zweiten Plattform lägen Themenagenden auf, in die sich die Ausstellungsbesucher mit eigenen Vorschlägen einbringen können. Das neue Museum signalisiere damit Offenheit und Dialogbereitschaft.

Konzept der «Bühnen»

Das ALPS bespiele künftig neben der verdoppelten Sonderausstellungsfläche weitere neue «Bühnen» im Haus. So das museumseigene Restaurant «las alps» im Erdgeschoss, das unabhängig vom Museum besucht werden könne und eine alpine Küche anbiete. Ebenfalls neu sei das «Biwak», eine Ausstellungsbox von 100 qm, die künftig experimentellen Kleinprojekten Raum bieten soll. Schliesslich werde auch der Hodlersaal, mit neuem Equipment und Platz für 100 Personen, als Veranstaltungsraum das Kulturleben Berns bereichern.

www.alpinesmuseum.ch 
www.las-alps.ch

Foto: Alpines Museum

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