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Erfolgreiche Radsaison im radrevier.ruhr: Weitere Investitionen

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radrevier ruhr


Während so manche Branche noch immer unter den Nachwehen des Rekordsommers 2018 leidet, blickt man im radrevier.ruhr auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück.

Wen wundert’s – bei Sonne und sommerlichen Temperaturen radelt es sich schließlich angenehmer als im strömenden Regen. Doch nicht nur das Wetter hat in der vergangenen Radsaison gepasst: Zahlreiche Neuerungen haben 2018 das Radfahren in der Metropole Ruhr noch attraktiver gemacht. Nach Angeben der Ruhr Tourismus GmbH kommt Schwung in den Radverkehr - allein das Zählgerät in Mülheim an der Ruhr auf dem RS 1 zählte in diesem Jahr demnach an Spitzentagen über 3000 Radfahrer pro Tag, obwohl dieser hier bislang noch eine Sackgasse mit Fahrradaufzug ist.

Ein guter Indikator für die Beliebtheit des Radtourismus im radrevier.ruhr, das insgesamt mehr als 1200 Radkilometer umfasst, seien auch die Anfragen im ServiceCenter der Ruhr Tourismus GmbH (RTG). Geschäftsführer Axel Biermann zeigt sich hoch zufrieden: „Anfragen zum RuhrtalRadweg, zur Römer-Lippe-Route und zum radrevier.ruhr allgemein erreichen uns bei der RTG zig mal täglich auf den unterschiedlichsten Kanälen. Die Anzahl der versendeten Radbroschüren durch das ServiceCenter der RTG stieg im Vergleichszeitraum Januar bis Oktober um fast 40 Prozent an. Dabei wurde besonders die neue Radkarte vom radrevier.ruhr im Maßstab 1:100.000 nachgefragt. Auch auf Reisemessen waren die Rad-Printprodukte sehr beliebt bei potentiellen Gästen aus dem In- und Ausland. Das zeigt uns, dass sich das radrevier.ruhr als Radreisedestination längst etabliert hat.“

Dass der Erstinformation in vielen Fällen auch eine Reise in die Metropole Ruhr folgt, erfährt man bei vielen zertifizierten bett+bike-Betrieben der Region, wie zum Beispiel dem Maritim Hotel Gelsenkirchen. Hendrik Schäfer, Regionalverkaufsdirektor Maritim Hotels, bestätigt: „Im Maritim Hotel Gelsenkirchen stieg die Anzahl an Radgästen 2018 um fast 50 Prozent an. Oft treffen sich Familien im Hotel, die über Deutschland verteilt wohnen, um hier gemeinsam auf Entdeckungstour mit dem Rad zu gehen. Für 2019 wollen wir unser Angebot für Gäste mit E-Bikes ausweiten und noch mehr den niederländischen Markt angehen“, blickt er auf das kommende Jahr.

Auch für das Welcome Hotel Essen war die Radsaison 2018 erfolgreich und die Fahrradstellplätze in der Tiefgarage des zertifizierten bett+bike-Hotels gut gefüllt. Neben größeren Radgruppen waren es hier vor allem deutlich mehr Individualreisende, die mit dem Fahrrad das Ruhrgebiet erleben wollten. „Wir haben im Vergleich zum Vorjahr besonders viele Familien mit Kindern bei uns im Hotel begrüßt, die die Region aktiv erleben wollen“, bilanziert Melina Brenner-Valiugas, Sales Managerin im Welcome Hotel Essen.

Melanie Hundacker, Inhaberin vom Touranbieter simply out tours, freut sich auch über die abgelaufene Saison: „Die Teilnehmerzahl bei Gruppenbuchungen stieg um 32 Prozent an. Mit unseren geführten, themenbezogenen Touren zum Ausstieg aus dem Ruhrbergbau haben wir auch bei den offenen Touren einen Anstieg von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt.“ Das Thema E-Mobilität spielt auch bei simply out eine immer wichtigere Rolle. Für 2019 sollen hier noch mehr Touren für E-Biker ausgearbeitet werden. Highlight wird dabei die 7-Summit-Tour für E-Biker, einer geführten E-Bike-Tour über sieben Halden im Ruhrgebiet.

Bei RevierRad laufen bereits die Vorbereitungen für 2019 und auch hier fällt die Bilanz des Jahres 2018 durchweg positiv aus: „Der Rekordsommer 2018 war für uns ein ganz besonderer! Damit wir auch 2019 das Revier auf die Räder bringen können, werden wir uns für die kommende Saison mit neuen Fahrrädern und insbesondere E-Bikes ausrüsten. Und bei all der Freude über das gute Wetter, zeigt uns die Trockenheit der letzten Monate auch, dass wir mit nachhaltigem und umweltfreundlichem Radtourismus auf dem richtigen Weg sind“, berichtet Hendrik Konietzny von der PIA Stiftung.

Im kommenden Jahr stünden im gesamten radrevier.ruhr weitere Neuerungen an. So werde 2019 das regionale Knotenpunktsystem für Radurlauber fertig installiert. Dies soll die Orientierung deutlich erleichtern und Gäste gezielt über die besten Radwege des Ruhrgebiets lotsen. Wer sich lieber digital routen lässt, der könne sich auf einen digitalen Radtourenplaner zum Frühjahr 2019 freuen. Zusätzlich zur bekannten Übersichtskarte mit allen Knotenpunkten im radrevier.ruhr werde ein neues Tourenheft passende Routenvorschläge geben.

Um das radrevier.ruhr deutschlandweit bekannter zu machen, soll eine umfangreiche Marketingoffensive die Aufmerksamkeit auf das Ruhrgebiet als attraktives Radreiseziel lenken. Auch baulich wird die Infrastruktur weiter verbessert. So wird beispielsweise der Springorum Radweg weiter ausgebaut. Beim Prestigeprojekt RS 1 wird im Frühjahr der Brückenschlag über die Ruhr die Anbindung an den beliebten RuhrtalRadweg deutlich verbessern.

https://www.ruhr-tourismus.de/de/radrevierruhr.html

Bild: Essen- Korteklippe©RuhrtalRadweg_Stratmann