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Schwarzwald: "Digitale Leitfunktion für die Destination übernehmen"

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Hansjoerg Mair 300dpi120 Tage, 20 Wochenenden, 186 Termine mit Bürgermeistern, Landräten, Politikern und Touristikern – Hansjörg Mair ist im Schwarzwald „angekommen“ und zieht eine erste Bilanz.

Seit seinem Antritt als neuer Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) im September letzten Jahres ist der gebürtige Südtiroler demnach bereits mehr als 12.850 Kilometer kreuz und quer durch den Schwarzwald gefahren und habe seine Entscheidung für Deutschlands größte Ferienregion „zu keiner Sekunde bereut“. In seiner Vision vom „liebenswerten Lebensraum Schwarzwald“ sieht er sich bestärkt.

Während der Tourismusmesse CMT in Stuttgart zog Mair eine erste öffentliche Bilanz: „Obwohl mir der Schwarzwald nicht neu war, hat mich die Komplexität der touristischen Netzwerke etwas überrascht.“ Auch der unterschiedliche Organisationsgrad der Tourismuseinheiten, der Orte,  Werbegemeinschaften, regionalen Zusammenschlüsse sowie das Zusammenspiel von Politik und Tourismus habe sich ihm, so Mair, erst „nach und nach erschlossen“.

Die Bestandsaufnahme der ersten Wochen „kann sich allerdings sehen lassen. Hier wurden in den letzten Jahren die Weichen gut gestellt und sehr viel richtig gemacht.“ Jetzt müsse es allerdings darum gehen, den Tourismus im Schwarzwald auch „für die digitalisierte Zukunft fit zu machen“. Im operativen Bereich würden nun mit den Gesellschaftern, also den zwölf Land- und vier Stadtkreisen der Ferienregion, die Aufgaben abgestimmt. Die ersten Schritte waren die Einrichtung eines „Brain Pools Digitaler Schwarzwald“ mit internen und externen Online-Experten. Sie sollen die STG „bei der digitalen Transformation des Tourismus begleiten“. Dabei werde es vor allem darum gehen, den 321 Schwarzwaldorten, den Gesellschaftern und Partnern eine Datenbankstruktur für ihr eigenes Marketing anzubieten. „Wir wollen als DMO, als Destinationsmarketing- und Management-Organisation des Schwarzwaldes, auch die ‚digital Leadership‘, die Leitfunktion übernehmen.“

Die zunehmende Digitalisierung bedeute auch, dass externe Portale, Dienstleister, Veranstalter, Buchungs- oder Bewertungsplattformen zunehmend unabhängig von den Informationen seien, die bisher über die DMO oder über die Orte und Werbegemeinschaften vorgehalten würden. Die besondere Herausforderung bestehe darin, die Infos zur Region emotional so ansprechend und inhaltlich so dicht aufzubereiten, dass quasi jeder Crawler im Internet auf sie zugreift und so das passende Schwarzwald-Feeling und die Marke Schwarzwald auch auf fremden Internetseiten zutreffend vermittelt werde. Mair: „Es geht nicht darum, Informationen für eine bestimmte Zielgruppe oder themenorientiert aufzubereiten. Am Ende müssen wir es schaffen, für jeden und jede genau das zu den individuellen Bedürfnissen passende Angebot auf dem richtigen Medium zu genau der richtigen Zeit bereitzustellen.“

Ob es sich dabei um einen Touristen handele, um einen Bewerber für einen Arbeitsplatz oder um einen Einwohner auf der Suche nach Freizeiterlebnissen sei nachrangig. Mair: „Wir werden nicht nur das Angebot, sondern auch die Information so aufbereiten müssen, dass allen klar wird, wie erlebnisreich und begehrenswert der Lebensraum Schwarzwald ist. Das ist meine Vision von der Zukunft für den Schwarzwald und für die Schwarzwald Tourismus GmbH.“

https://www.schwarzwald-tourismus.info

Bild: © Schwarzwald Tourismus