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SOKO Wismar mit dem 9. Tourismuspreis des Landes geehrt

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SOKO Wismar 2018 Hafen


Der Tourismuspreis Mecklenburg-Vorpommern geht in diesem Jahr an die SOKO Wismar, die einmal in der Woche die Botschaften Mecklenburg-Vorpommerns in die Republik trägt.

Die zum 9. Mal vergebene Auszeichnung wurde im Rahmen des 28. Tourismustages in Wismar überreicht. „SOKO Wismar trägt seit etwa eineinhalb Jahrzehnten dazu bei, dass Mecklenburg-Vorpommerns Bekanntheitsgrad stetig zunimmt. Dabei sind es nicht nur Stadtansichten, die jeden Mittwochabend etwa vier Millionen Zuschauer erreichen, sondern auch geschichtliche und aktuelle Themen, die in die Wohnzimmer potenzieller Gäste getragen werden“, erklärte Laudator Wolfgang Waldmüller, der aktuelle Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Seit 2003 wird die SOKO Wismar in der Hansestadt von der Cinecentrum Berlin GmbH, insbesondere von der Geschäftsführerin Dagmar Rosenbauer, produziert. Die „SOKO Wismar“ hat bei den Dreharbeiten im Laufe der Jahre sowohl die schönsten Ecken als auch buchstäblich finstere Winkel Wismars abgefilmt: Die unterirdischen Gänge aus der Schwedenzeit, das Rathaus, den Hafen, sogar die Strände der Insel Poel. Die Sagen und Legenden der Hansestadt werden hin und wieder in die Folgen aufgenommen: In der Episode „Der Trommler“ treibt ein Geist aus der Schwedenzeit sein Unwesen. In Folge 91 erfahren die Zuschauer, dass Teile des Stummfilmklassikers Nosferatu unter anderem am Stadttor gedreht worden sind. Sogar auf die einst in Wismar produzierten Oldtimer wird Bezug genommen. Titel wie „Abgefischt“, „Der letzte Pirat“ oder „Außenborder“ nehmen Bezug auf die hanseatische Serienheimat. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Leistung der Autoren, die für jede Folge aufs Neue eine Brücke zwischen Wirklichkeit und Fiktion schlagen.

Diese Themen in Kombination mit der bundesweiten Ausstrahlung der Serie seit fast 15 Jahren haben einen besonderen Effekt: Beim Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus, der Befragung von Urlaubsgästen und Geschäftsreisenden, gaben 15 Prozent an, dass sie Kräne, Hafen und Kirchturm aus dem Fernsehen kennen. Immer wieder fragen Zuschauer nach, wo dieser oder jener Ort zu finden ist, den sie in der Serie entdeckt haben; nicht zuletzt, weil sie dort Urlaub machen möchten. Die Hansestadt Wismar hat vor sechs Jahren auf die Nachfrage reagiert und eine Stadtführung ins Programm genommen, die Gäste zu Schauplätzen der SOKO Wismar führt. Bei der Tour erfahren Fans und Gäste neben so mancher Anekdote vom Set, wo die eine oder andere Leiche gefunden wurde, welche Ansicht im Vorspann begeistert oder wo sich das Polizeirevier befindet. Authentizität verleiht der Tour das Kostüm der Stadtführerin, die die Besucher in der Originaluniform der Austauschpolizistin empfängt.

Bis Dezember 2018 wird die 16. Staffel mit 30 Folgen produziert. Insgesamt werden dann 345 Folgen abgedreht sein. Unter der Leitung von Jan-Hinrich Reuter, gespielt von Udo Kroschwald, ermitteln im Team der Sonderkommission Kriminalhauptkommissarin Karoline Joost (Nike Fuhrmann), der Kriminaloberkommissar Lars Pöhlmann (Dominic Boeer), der Polizeihauptmeister Kai Timmermann (Mathias Junge), die dänische Austauschpolizistin Politibetjent Stine Bergendal (Sidsel Hindhede). Unterstützt werden sie von der Rechtsmedizinerin Dr. Helene Sturbeck (Katharina Blaschke) und der Kriminaltechnikerin Roswitha Prinzler (Silke Matthias).

Gelegentlich verlässt das SOKO-Wismar-Team auch den angestammten Sendeplatz und ermittelt im Hauptabendprogramm und in doppelter Länge. Bereits drei 90-Minüter wurden im Laufe der Jahre gedreht. Der erfolgreichste war das 2017 ausgestrahlte Weihnachtsspezial „Bittere Weihnachten“. Mit insgesamt 6,63 Millionen Zuschauern konnte die SOKO Wismar hier ihre bisher stärkste Quote erzielen.

„Um einer Filmcrew mehrere Jahre treu zu sein, muss man eine gewisse Verbundenheit mit Team, Thema und Ort verspüren. Für diese Treue danken wir dem Stab der Schauspieler, die die Wismarer Charaktere jede Woche in die Wohnzimmer der Zuschauerinnen und Zuschauer bringen, und allen an der Produktion Beteiligten“, sagte Wolfgang Waldmüller.

Dass die Städte und Orte des Landes und deren Umgebung passende Filmkulissen bieten, zeigen neben der heute ausgezeichneten Serie noch weitere Filme und Reihen wie zum Beispiel die Polizeiruf-Episoden aus Rostock oder die Stralsund-Krimis. Sie alle stünden beispielhaft für das Filmland Mecklenburg-Vorpommern. Auch der Tourismusverband selbst hat unter dem Titel „Endlich Ruhe“ Kurzfilme in verschiedenen Regionen des Landes drehen lassen, die eine Reichweite von vier Millionen erzielt und zahlreiche Preise erhalten haben.

Neben dem Tourismuspreis wurden beim Tourismustag auch drei Ehrennadeln des Tourismusverbandes MV vergeben: Diese erhielten Birgit Flore, Inhaberin der Gutshof Liepen GmbH, Michael Raffelt, ehemaliger Inhaber des Best Western Hotels Hanse Kogge und Vorstandsmitglied des Tourismusverbandes Insel Usedom e. V., sowie Torsten Konopka, Director Touristische Organisationen Nord der HRS Destinations Solutions.

www.tmv.de/de/tourismuspreis

Foto: ZDF/Marc Meyerbröcker