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„Wer ganze Wirtschaftszweige in den Lockdown schickt, muss auch Konzepte für den Restart vorlegen!“

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Lockdown Gastronomie

 

Der Unmut über die erneut nur vagen Öffnungsaussichten für die Branche bricht sich langsam Bahn. Es scheint so, als hätte der Tourismus jegliche Lobby verloren.

Der DRV äußert sich bestürzt über die dürren Ergebnisse der Ministerpräsidenten-Konferenz. "Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass der Lockdown noch bis zum 7. März andauern soll. Die Folgen für die Wirtschaft sind gravierend. Dies gilt ganz besonders für die verheerende Lage von Reisebüros, Reiseveranstalter und der vielen weiteren Dienstleister im Tourismus. Die Branche befindet sich, von einer kurzen Phase der Erholung im Sommer abgesehen, de facto seit einem Jahr im Lockdown – ohne eine Perspektive", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.

Die Menschen in der Reisebranche bräuchten aber nichts dringender als eine Perspektive. Viele mussten bereits ihr Geschäft aufgeben oder stehen kurz vor der Insolvenz. Für den Deutschen Reiseverband ist klar: Wer ganze Wirtschaftszweige in den Lockdown schickt, muss auch Konzepte für den Restart vorlegen. Dazu müssten Politik und Reisewirtschaft im engen Dialog abstimmen, in welchen Schritten und unter welchen Bedingungen die Branche ihr Geschäft wieder aufnehmen könne.

Öffnungsszenarien, Stufenpläne und inzidenzbasierte Teststrategien lägen auf dem Tisch und müssten jetzt zeitnah verabschiedet werden, um der Reisebranche endlich die dringend notwendige Zukunftsperspektive zu geben. Dass Gesundheit dabei oberste Priorität habe, sei selbstverständlich.

Auch beim DTV ist man ernüchtert. Zu den Ergbnissen der Bund-Länder-Konferenz erklärt DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz: „Die getroffenen Beschlüsse enthalten für den Deutschlandtourismus keine Perspektiven und sind enttäuschend. Es ist kein Konzept, klein Plan, keine Strategie ersichtlich, wie es weitergehen soll. Die Tourismusakteure erwarten zu Recht ein planbares, bundeseinheitliches und nachvollziehbares Konzept für den Neustart, zumal genau das in der vorhergehenden Bund-Länder-Runde angekündigt wurde. Der DTV hat einen praktikablen und nachvollziehbaren Stufenplan für eine sicheren Öffnungsperspektive im Tourismus erarbeitet. Die Politik muss jetzt handeln und eine Öffnungsstrategie für den Neustart des Tourismus vorlegen. Die Akteure brauchen dringend Klarheit.“

Und auch beim DEHOGA sind die Verantwortlichen frustriert. „Dass Hotels und Restaurants in dem vorliegenden Beschluss mit keinem Wort erwähnt werden, löst in der Branche Frust und Verzweiflung aus“, sagt Guido Zöllick, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes. „Wir haben nicht mit einem konkreten Öffnungsdatum gerechnet, aber definitiv mit einer Aussage, wann, wie und unter welchen Voraussetzungen Hotels und Restaurants wieder Gäste empfangen dürfen.“

„Zusammen mit unseren Gästen hoffen wir, dass wir spätestens eine Woche vor Ostern wieder aufmachen können, damit nicht ein zweites Mal das Ostergeschäft ausfällt.“ Dabei sei klar, dass die Gesundheit der Gäste, Mitarbeiter und Unternehmer höchste Priorität habe. Zöllick: „Wir sind die Branche der Gastfreundschaft.“

www.drv.de
www.deutschertourismusverband.de
www.dehoga-bundesverband.de/

Bild: Getty Images / Canva

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