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Michael Kretschmer gegen Osterurlaub: Tourismusbranche fordert Klarheit statt Verunsicherung

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Michael Kretschmer

 

In der Branche herrscht eine recht einhellige Meinung vor: Fällt in diesem Jahr die Ostersaison aus, gehen in vielen Betrieben endgültig die Lichter aus. Die Äußerungen des sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer, der Reisen über Ostern für unrealistisch hält, wecken daher ungute Gefühle in der Branche.

Zu den Äußerungen im Hinblick auf den diesjährigen Osterurlaub erklärt DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz: "Immer wieder neue Spekulationen über Öffnungstermine für den Tourismus an Ostern sind unverantwortlich. Bund und Länder sind gefordert, ihren gemeinsamen Beschluss vom Januar umzusetzen und eine einheitliche Öffnungsstrategie zu entwickeln."

Der Tourismus erwarte eine planbare Perspektive, so Kunz weiter. "Die Betriebe bangen um ihre Existenz, weil sie im Unklaren gelassen werden, wie es weitergeht. Die Politik muss ein klares Konzept vorlegen, unter welchen Bedingungen Tourismus möglich ist. Der Deutsche Tourismusverband hat eine Neustartstrategie mit einem praktikablen und verständlichen Ampelsystem, verbunden mit einer 4-Säulenstrategie aus Impfen, Testen, Kontaktnachverfolgung und Schutz- und Hygienemaßnahmen, erarbeitet, die von zahlreichen Verbänden unterstützt wird."

Die Branche hält einen Tourismus mit besonderen Auflagen für möglich, wenn die Inzidenz stabil unter 50 liege. "Wenig differenzierende Äußerungen wie die von Ministerpräsident Kretschmer verstärken die existentiellen Sorgen der touristischen Betriebe und führen zu weiterer Verunsicherung auch bei Gästen und Besuchern", schließt Kunz.

Auch in Sachsen selbst ist man ungehalten. Die Statements in den Medien am Wochenende sind beim LTV SACHSEN auf Unverständnis gestoßen. Dazu LTV-Präsident und Landrat Rolf Keil: "Die Inzidenzwerte fallen seit Wochen, bis Ostern sind es noch sieben Wochen. In dieser Zeit können noch niedrigere Werte erreicht sein. Sowohl die Branche als auch die Menschen, die zunehmend Sehnsucht nach einem normalen Leben haben, brauchen Ermutigung und Perspektiven. Solche Nachrichten führen einzig zu erheblichen Verunsicherungen bei den Unternehmen und Gästen." Es gebe vielfältige Vorschläge, wie Angebote im Tourismus auch unter Corona-Bedingungen gelebt werden könnten. Diese sollten in eine sachliche Debatte zu einem Einstiegsprogramm einfließen. Neben den Inzidenzwerten seien laut LTV auch andere Indikatoren zu berücksichtigen.

www.ltv-sachsen.de
www.deutschertourismusverband.de

Bild: Pressebild CDU Landesverband Sachsen

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