Beherbergungsverbot und Quarantäne: Tourismus in MV positioniert sich gegen Manuela Schwesig

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Strand in MV

 

Die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommern ist mit intensiver Vorbereitung, hoher Verantwortung und Vorbildwirkung durch die Corona-Krise gegangen. Da verwundert es nicht, dass sich die Verbände nunmehr gegen ihre Ministerpräsidentin Manuela Schwesig positionieren, die als scharfe Verfechterin des Beherbergungsverbotes inklusive Quarantäne für Gäste aus innerdeutschen Risikogebieten auftritt.

Die Branche habe dem Gesundheitsschutz höchste Priorität eingeräumt. Sie habe Maßstäbe gesetzt und es geschafft, einen Teil der für das Land elementaren Branche wieder in Betrieb zu bringen und Perspektiven für Mitarbeiterinnen und Unternehmen zu geben. Sie habe zudem bewiesen, dass die angewandten Schutzstandards und Hygienekonzepte eine Ausbreitung des Corona-Virus verhindern könnten und Tourismus in Corona-Zeiten mit großer Sicherheit möglich sei. Ein aus dem MV-Tourismus rührendes Ausbruchsgeschehen habe es bisher trotz des Besuchs von rund fünf Millionen Übernachtungsgästen seit Mai 2020 nicht gegeben. Dies habe die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung als eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreichen Tourismus wieder erhöht und das Vertrauen gestärkt.

Die Perspektive für die Branche und die Akzeptanz für Tourismus müssten daher im Sinne hunderttausender Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und der vielen mit dem Tourismus vernetzten Branchen auch im Herbst und Winter erhalten bleiben. Ein zweiter Lockdown für den Tourismus bzw. ein Reiseverbot in diesem Zeitraum und darüber hinaus müsse vermieden werden.

Mit einer Stimme

Deshalb sprechen sich stellvertretend für die gesamte Branche der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., der DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern e. V., der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., der Landesverband MV des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland e. V. und der Landurlaub e. V. mit ihren jeweiligen Mitgliedern für Folgendes aus:

  • Verhindern eines gänzlichen oder teilweisen Beherbergungsverbotes in Deutschland, das nach Ansicht einer wachsenden Mehrheit in Wissenschaft und Politik aktuell kein angemessenes und notwendiges Instrument ist,
  • eindeutige und klare bundeseinheitliche Regeln für das Reisen aus sog. Risikogebieten,
  • Vereinheitlichen der Quarantäneverordnungen aller Bundesländer i. S. des Ermöglichens von Reisen auch aus/in sog. Risikogebiete/n ohne Quarantäne unter Anwendung festgelegter Schutzstandards,
  • schnellstmögliches Implementieren von Kapazitäten von Schnelltests auch für Reisende, die bei Verfügbarkeit für noch mehr Sicherheit sorgen können,
  • keine gesonderten Regeln und Festlegungen für das Reisen nach und aus Mecklenburg-Vorpommern, aus denen sich u. a. Wettbewerbsnachteile ergeben können,
  • Verhältnismäßigkeit von Einschränkungen prüfen und auf aktuelles Infektionsgeschehen anpassen,
  • praxistaugliche und nachvollziehbare Regularien, um eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung und der Branche zu erreichen.

Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern werde weiterhin alles ihr Mögliche tun, um die Gesundheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und der Gäste des Bundeslandes zu schützen und die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Dazu gehörten die stetige Anpassung der Schutzstandards, Hygienekonzepte und Notfallpläne, die Aufklärungsarbeit und Kommunikation in die Branche und gegenüber den Gästen, die Absicherung der Nachverfolgbarkeit und Eindämmung eventuell lokal auftretender Infektionsketten sowie die weiterhin enge und vertrauensvolle Abstimmung mit den politischen Verantwortungsträgern.

https://www.tmv.de/

Bild: https://pixabay.com/de/photos/ostsee-k%C3%BCste-meer-strand-wasser-2757764/

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