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Re-Start: Warum Südtirol in der Corona-Krise online besser buchbar werden muss

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Zieht der Tourismus nach dem Ende der Coronakrise wieder an, rechnen viele Experten damit, dass noch mehr Urlaube als bisher online gebucht werden. Damit Südtirols Tourismusbetriebe dann nicht auf dem Abstellgleis stehen, hat IDM Südtirol eine Kooperation ins Leben gerufen.

Demnach entwickelt IDM Südtirol mit dem Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV), dem Zusammenschluss der Urlaub-am-Bauernhof-Betriebe Roter Hahn und dem Verband der Privatvermieter Südtirols (VPS) im Rahmen des Programms „Restart Südtirol“ eine Initiative, bei der der digitale Vertrieb im Tourismus gezielt gefördert wird. In einem ersten Schritt werden dafür die Bedürfnisse der Betriebe erhoben, und zwar in einer Befragung.

„Der Tourismus ist ohne Zweifel eines der wichtigsten Standbeine unserer Wirtschaft, und die Auswirkungen des Lockdowns auf die Betriebe, auf deren Mitarbeiter und alle mit dem Sektor zusammenhängenden Bereiche sind enorm“, erklärt IDM-Generaldirektor Erwin Hinteregger. „Ein Fokus im ‚Restart Südtirol‘-Programm ist gerade deshalb darauf gelegt einen Beitrag zu leisten, um der Branche wieder auf die Beine zu helfen, und zwar mit konkreten Maßnahmen.“

Die Online-Buchbarkeit gilt als eine Schlüsselmaßnahme für die mehr als 10.000 Südtiroler Hotels, Urlaub-am-Bauernhof-Betriebe und Privatzimmervermieter. Aus zwei Gründen, wie Wolfgang Töchterle, Marketingdirektor bei IDM, erläutert: „Zum einen sind derzeit nur etwa 40 Prozent aller Betriebe in Südtirol überhaupt online buchbar, zum anderen wird dieser Vertriebskanal nach der Krise noch weit wichtiger, als er es jetzt schon ist.“

Verschiebungen im Markt

Die Coronakrise werde zu deutlichen Verschiebungen auf dem Markt führen, weil die klassischen Gäste verstärkt ausbleiben werden. „Ihr Urlaub ist aufgebraucht, sie haben weniger Geld zur Verfügung und werden krisenbedingt mehr Vorsicht bei den Ausgaben an den Tag legen. Oder sie verreisen aufgrund der Unsicherheit gar nicht“, so der IDM-Marketingdirektor. Den partiellen Verlust dieser Gäste gelte es durch neue Kunden auszugleichen. Vor allem jüngere, zahlungskräftige Zielgruppen, die bisher in den Urlaub geflogen seien, würden sich nach nähergelegenen Reisezielen umschauen. „Und diese Kunden buchen tendenziell online“, so Töchterle. „Wollen unsere Betriebe also Zugang zu dieser Zielgruppe finden, ist die Online-Buchbarkeit auf der eigenen Website oder über Buchungsplattformen essentiell.“

Die Corona-Krise als Beschleuniger

Die Coronakrise befeuere also eine Entwicklung, die schon seit Jahren zu beobachten sei. So steigen die Online-Buchungsraten Jahr für Jahr, und zwar weltweit. Vor allem einzelne Buchungsplattformen wie booking.com steigern ihren Marktanteil, womit aber auch die Abhängigkeit der Betriebe von den Plattformbetreibern wachse. Allein in Südtirol werde über booking.com ein Umsatz von geschätzt 200 Millionen Euro erwirtschaftet. „Rechnet man mit einer Minimalprovision für Hotels pro Buchung von 14 Prozent, ergibt das eine Summe von 28 Millionen Euro, die aus Südtirol abfließt – Jahr für Jahr“, so Töchterle.

Die Strategie, die sich aus diesen Erkenntnissen ergebe: Die Online-Buchbarkeit sei ein absolutes Muss, zugleich müssen die Tourismusbetriebe allerdings flexibel bei der Wahl der Kanäle sein, um nicht zu stark von einzelnen Plattformen abhängig zu werden. Auch diese Überlegung fließe in die Initiative ein, die aktuell von IDM entwickelt werde, und zwar gemeinsam mit dem HGV, Roter Hahn sowie mit dem VPS. Sie hat zum Ziel, den digitalen Vertrieb gezielt zu fördern.

„Wir rechnen natürlich mit einer möglichst umfassenden Beteiligung, damit wir die Bedürfnisse der Südtiroler Tourismusbranche rund um die Online-Buchbarkeit im Detail erfassen können“, so Generaldirektor Hinteregger. Denn: „Nur so können wir einen schlagkräftigen Fahrplan erstellen, ein maßgeschneidertes Programm entwickeln und dieses auch umgehend umsetzen.“

https://www.idm-suedtirol.com/

© IDM/AdobeStock_momius

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