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Virus-Tracking: Kommt die Corona-App? Länderübergreifend auch auf Reisen?

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Corona-App

 

Wer saß vor einer Woche neben mir im Bus? Welchen Menschen bin ich in den letzten Tagen kritsch nahe gekommen? Wen habe ich im Urlaub alles getroffen? Solche Fragen an Erkrankte dienen der Eindämmung des Coronavirus, sind aber nicht immer leicht zu beantworten. Können digitale Anwendungen helfen?

Bis zu 14 Tage kann es dauern, ehe bei einer mit Coronaviren infizierten Person die Symptome von Covid-19 auftreten. Da liegt es nahe, dass dem Erkrankten nicht alle relevanten Kontakte bewusst und bekannt sind, die er während dieser Inkubationszeit hatte. Dies macht es schwierig, die Kontaktketten von Infizierten zu identifizieren und zu unterbrechen.

Ergänzende digitale Anwendungen können hier Hilfe leisten. Die Bundesregierung begrüße deshalb nach eigenen Angaben die "Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing"-Initiative (PEPP-PT), an der unter anderem das Robert Koch-Institut (RKI) und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) beteiligt sind. Die über 130 Mitglieder der internationalen Initiative verfolgen demnach einen anonymen und die Privatsphäre schützenden digitalen Ansatz zur Kontaktverfolgung. Die Anwendung müsse selbstverständlich alle datenschutzrechtlichen Vorgaben erfüllen. Sie soll zudem bei Reisen zwischen Ländern über einen anonymen, länderübergreifenden Austauschmechanismus verfügen.

In einem Interview bei Markus Lanz im ZDF erklärte Linus Neumann vom Chaos Compuer Club, dass eine derartige Anwendung grundsätzlich datenschutzkonform möglich sei. Dabei sollen die Smartphones der Nutzer zunächst nur untereinander kommunizieren, per Beacons. Erst im Falle eine Infektion würden zentrale Datenbanken die Nutzung der Daten - weiterhin anonym - steuern.

Die Bundesregierung lege ebenfalls Wert darauf, dass die eventuelle Nutzung einer solchen Anwendung auf Freiwilligkeit beruhe. Ob und wann sie zum Einsatz kommen kann, werde derzeit geprüft.

www.bundesregierung.de
https://www.pepp-pt.org/

Bild: Pressebild Bundesregierung
Foto: imago images/Future Image

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