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Erzgebirge startet in die Weihnachtssaison

am . Veröffentlicht in Städte- und Kulturtourismus

Erzgebirge m Claim RGBDas erste Adventswochenende steht kurz bevor und damit der Start in die touristische Hochsaison im Erzgebirge. Kaum eine andere Region vermarktet sich stärker als Weihnachtsland.

Der Weihnachtsmonat ist der traditionell wichtigste Monat der touristischen Saison für die Region. Eine Hoch-Zeit für Reisen in den Süden Sachsens, wo Jahrhunderte alte Bräuche und Traditionen wie Historische Mettenschichten, Bergparaden und Lichterfahrten tief verwurzelt sind. Veronika Hiebl, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge, blickt voraus: „Im Dezember 2011 konnten wir reichlich 95.000 Gäste im Erzgebirge begrüßen. Sie generierten mehr als 270.000 Übernachtungen in den Hotels und Pensionen. Für dieses Jahr rechnen wir mit einer Steigerung um zwei bis vier Prozent. Die Auslastung der Unterkünfte ist im Weihnachtsmonat mit etwa 60 Prozent doppelt so hoch wie im Jahresdurchschnitt.“

Traditionell und dennoch neu: Freiberger Christmarkt

Ab dem 1. Advent sollen dem entsprechend rund 500 weihnachtliche Veranstaltungen die Destination beleben. Sei es der Freiberger Christmarkt im neuen Gewand, die sportlichen Highlights an der Rodel- und Bobbahn Altenberg oder auch der neue Auftritt des Stollenverbandes Erzgebirge sowie dessen Kooperation mit dem FC Erzgebirge Aue. Zu Beginn der Weihnachts- und Wintersaison versucht die so genannte Erlebnisheimat Erzgebirge ihre Neuigkeiten, Veranstaltungshöhepunkte und Reiseanlässe zu positionieren.

Auf insgesamt 35 Weihnachtsmärkten im Erzgebirge sollen Buden mit erzgebirgischer Holzkunst, Spielwaren, Christbaumschmuck, Kerzen und weihnachtlichen Leckereien einladen. Vielerorts werden die Weihnachtsmärkte mit dem traditionellen Pyramidenanschieben oder Anlichteln eröffnet.

Ein Markt zeigt sich 2012 im neuen Glanz: Traditionell und dennoch völlig neu präsentiert sich der Freiberger Christmarkt in diesem Jahr. Unter dem Motto „Original bergmännisch im Erzgebirge“ öffnet er im Festjahr „850 Jahre Freiberg“ vom 27. November bis 23. Dezember seine Pforten – erstmals als so genannter "bergmännischer Erlebnisweihnachtsmarkt". Die Besucher sollen auf dem historischen Freiberger Obermarkt eine funkelnde erzgebirgische Weihnachtswelt betreten, wo Engel und Bergmann, typische Figuren aus dem Erzgebirge, grüßen. Die fast 100 Holzhütten seien regionaltypisch dekoriert und böten erzgebirgische Volkskunst, handgefertigtes Spielzeug, Textilien, weihnachtliche Geschenke und bergmännische Raritäten an. Thematisch passend sorge der „Schmelzer“, der früher im Bergbau das Erz zu Silber geschmolzen habe, für Glühwein. Erzgebirgische Volkskunst habe der „Bergzimmerling“ im Angebot. Freiberger Zinn gebe es von „Zinngießer“ und „Zinnschmelzer“, während beim „Porzellanwardein“ Freiberger Porzellan angeboten würde.

„Historische bergmännische Berufe, eine authentische Dekoration, die Fotowand mit Bergmannsfamilie, die „Kleine Bergwerkstatt“ für Kinder und Ottos Hütte rund um das Brunnendenkmal des Stadtgründers ’Otto der Reiche’ lassen das Abenteuer Bergbau auf unserem neuen Christmarkt im Herzen der Silberstadt lebendig werden“, fasst Knut Neumann, Geschäftsführer der Stadtmarketing Freiberg GmbH zusammen.

Weihnachtsstollen aus dem Erzgebirge

Der Weihnachtsstollen aus dem Erzgebirge gilt als bedeutender kulinarischer Botschafter der Erlebnisheimat. Auch der Stollenverband Erzgebirge sieht sich daher für die Weihnachtssaison gerüstet. Erstmals kooperierten die Stollenbäcker mit dem Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue. Und auch die Bäcker und Konditoren des Verbandes hätten in den letzten Monaten an ihrer eigenen Aufstellung für die Stollensaison gefeilt: neue Mitglieder, neue Produkte und eine neue Verpackung.

Neben dem prägnanten Siegel, das nur von den derzeit 18 Verbandsmitgliedern verwendet werden dürfe, würden die Stollen ab diesem Jahr einheitlich in einem hochwertigen Karton verkauft. Darüber hinaus gebe es den „Erzgebirgischen Weihnachtsstollen“ erstmals auch als Mandelstollen sowie als Rosinenstollen in BIO-Qualität. „Dieser ist in sämtlichen Naturfeinkostläden erhältlich und macht die Adventsspezialität aus dem Weihnachtsland Erzgebirge in ganz Deutschland bekannt“, blickt Verbandsmitglied Ralph Schweigert von der Biomühle Rolle in Waldkirchen optimistisch auf die beginnende Stollensaison.

Der Stollenverband Erzgebirge e. V. besteht seit 2010 und hat das Ziel, mit dem eigens kreierten Qualitätssiegel „Erzgebirgischer Weihnachtsstollen“ sowohl regional als auch überregional mehr Aufmerksamkeit für das traditionelle Weihnachtsgebäck zu erzeugen.

Wintersport und Aktivurlaub

Nach der Weihnachtssaison will man den Schwung in die Wintersaison mitnehmen. In den vergangenen beiden Jahren besuchten jeweils im Januar mehr als 77.000 Gäste das Erzgebirge, bei mehr als 240.000 Übernachtungen. Von Januar 2011 auf Januar 2012 steigerten sich die Ankünfte gar um 7,2 Prozent auf über 86.000, die Übernachtungen um 4,6 Prozent auf knapp 260.000. Noch erfolgreicher sieht die Zweijahres-Bilanz für den Februar aus: Die Zahl der Übernachtungen lag 2012 weit über der 300.000er Marke (annähernd 311.400), was einem Zuwachs von 9,3 Prozent entspricht.

Die Ankünfte steigerten sich im Vergleich zu 2011 sogar um 11,5 Prozent auf 90.193. Der Februar war damit der tourismusstärkste Monat in der zurückliegenden Wintersaison. Und soll es wieder werden: „In den Monaten Januar und Februar 2013 gehen wir von Steigerungen um fünf Prozent aus – wenn die Witterungsbedingungen entsprechend mithalten und wir zeitig in die Saison starten können“, erwartet Verbandsgeschäftsführerin Veronika Hiebl.

www.tourismus-erzgebirge.de

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