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Netzwerk Filmkulisse Bayern: Erste Erfolge

am . Veröffentlicht in Städte- und Kulturtourismus

Das im Januar gegründete Netzwerk Filmkulisse Bayern kann nach eigenen Angaben eine erste gute Zwischenbilanz ziehen. Mehrere internationale Produktionen hätten sich für Bayern als Drehort entschieden.

Die gemeinsame Initiative der Bayern Tourismus Marketing GmbH und der Film Commission des FilmFernsehFonds Bayern (FFF), unterstützt durch das Mediennetzwerk Bayern, macht es sich zur Aufgabe, die Originalschauplätze der in Bayern gedrehten Kino- und Fernsehfilme für Gäste erlebbar und Bayern für nationale sowie internationale Produktionen noch attraktiver zu machen. „Dem Engagement des Netzwerks Filmkulisse Bayern und der touristischen Leistungsträger ist es zu verdanken, dass in den letzten Monaten verstärkt internationale Produzenten für die facettenreiche und filmreife Landschaft Bayerns begeistert werden konnten. Doch landschaftlich eindrucksvolle Kulissen alleine reichen nicht aus, um von internationalen Produzenten gesehen zu werden. Die Bereitschaft der Menschen, sich auf Neues einzulassen und dennoch der Tradition treu zu bleiben, ist wichtige Voraussetzung um Projekte in dieser Art zu realisieren“, meint dazu Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Mehrere internationale Kinofilm-Produktionen seien für die kommenden Monate geplant und konnten demnach unter anderem durch die individuellen Scoutings für Filmschaffende nach Bayern geholt werden. So stehe die Landeshauptstadt München in nächster Zeit ganz im Zeichen von zwei internationalen Produktionen: „Colonia“ mit Emma Watson und Daniel Brühl in den Hauptrollen sowie der Verfilmung von Edward Snowdens Enthüllungsroman „Time of the Octopus“.

Ebenfalls in Bayern werde der Thriller „Postcard Killings“ mit Bruce Willis und Naomi Watts in den Hauptrollen gedreht. Zudem starteten in den nächsten Wochen in Lindau am Bodensee die Dreharbeiten der deutsch-französischen Produktion „Bamberski – Der Fall Kalinka“. Im Frühjahr 2015 werde das Drama über den Fall sowie die letzten Lebensjahre des Bühnenautors Oscar Wilde in „The Happy Prince“ verfilmt. In den Hauptrollen sollen unter anderem Rupert Everett, Colin Firth und Emily Watson zu sehen sein.

In kürzester Zeit sei es der Filmkulisse Bayern demnach gelungen, sich als Dienstleister für nationale und internationale Filmschaffende zu etablieren. Seit Beginn der Initiative wurden vier exklusive Motivbesichtigungen für die Filmbranche angeboten. Zum Beispiel fand eine grenzübergreifende Locationtour mit internationalen Produzenten und eine weitere im Rahmen des Filmfestes München mit Gästen des Festivals, statt. Auch sei ein individuelles Scouting zu mehreren Drehorten in Bayern für einen Hollywood-Produzenten organisiert worden, um Bayern als perfekte Location für eine geplante Produktion vorzustellen.

Weiteres, wichtiges Instrument des umfangreichen Maßnahmenkatalogs sei die Webseite der Filmkulisse Bayern. Dort liefere eine stetig wachsende, zweisprachige Datenbank mit Drehortangeboten Fakten zu möglichen Motiven. Die Zugriffszahlen auf www.filmkulisse-bayern.de hätten sich seit Einführung der Datenbank und der interaktiven Moviemap, die Filmproduktionen und Drehorterlebnisse in Bayern übersichtlich darstellt, verdreifacht. Das daraus ersichtliche, wachsende Interesse und Informationsbedürfnis der User unterstreiche die Bedeutung des Themas für den Tourismus und die Filmproduktionen.

Originalschauplätze als Tourismusmagnet

Gleichzeitig hätten die erstmals abgehaltenen Filmkulisse Workshops bei den touristischen Vertretern regen Anklang gefunden. Die touristische Produktentwicklung sowie die Professionalisierung für die Zusammenarbeit mit der Filmindustrie stünden im Mittelpunkt der Vorträge und Vorort-Besichtigungen. „Um filmtouristische Effekte nutzen zu können, müssen vielfältige Angebote rund um die Originalschauplätze entstehen“, weiß Jens Huwald, Geschäftsführer der Bayern Tourismus Marketing. „Wir sehen die Filmkulisse Bayern als Impulsgeber für den Filmtourismus und unsere Partner. Wer professionell und kooperativ mit Produktionsfirmen zusammenarbeitet, ist als Drehort attraktiv.“ Schon während des Produktionszeitraums profitierten die Regionen von zusätzlichen Hotelübernachtungen und Ausgaben für Gastronomie. „Doch es geht auch darum, durchdachte Anschlusskonzepte für die Zeit nach dem Dreh frühzeitig mit anzudenken“, so Huwald abschließend.

www.filmkulisse-bayern.de

Tags: Bundesland: Bayern
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