Corona-Testzentren für Passagiere aus Risikogebieten an Flughäfen überwiegend betriebsbereit

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Flughafen in corona-zeiten

 

Der Flughafenverband ADV hat eine Bilanz der umfassenden Bemühungen von Behörden und Flughäfen zur Einrichtung der Corona-Testzentren zusammengestellt.

An den großen deutschen Flughäfen mit dem höchsten Anteil an Flügen aus Risikogebieten seien demnach die Corona-Testzentren bereits im Einsatz oder kurz vor der Inbetriebnahme.

  • An den Flughäfen CGN, DTM, DUS, FMO, FRA, HAJ, MUC, NUE, SXF und TXL seien bereits gesonderte Testzentren für die kostenlosen Tests der Gesundheitsbehörden in Betrieb.
  • An fünf weiteren Standorten seien die Gespräche mit den örtlich zuständigen Gesundheitsämtern soweit gelaufen, dass mit einer Inbetriebnahme in den nächsten Tagen gerechnet werde.
  • An weiteren, zumeist kleineren Standorten mit nur vereinzelten Flügen aus Risikogebieten seien die Flughäfen mit den Gesundheitsbehörden in Gesprächen zum Umsetzungskonzept.

ADV zieht positive Bilanz zur Zusammenarbeit von Behörden und Flughäfen

"Die Abstimmungen zwischen allen Beteiligten laufen sehr konstruktiv, dafür danken wir Bund, Ländern und Kommunen. Gemeinsam werden die Voraussetzungen für die Durchführung der Tests geschaffen. Wichtig und gerade erst geklärte Voraussetzung für die Lage der Testzentren war es, dass Umsteigepassagiere nicht getestet werden müssen. Sie werden mit den anderen Passagieren zusammen die Möglichkeit des Testens am Zielort in Deutschland wahrnehmen können. Diese Entscheidung hatte Einfluss auf die Realisierungskonzepte, denn kein Testzentrum befindet sich im Sicherheitsbereich des Flughafens vor der grenzpolizeilichen Einreise. Die meisten Testzentren befinden sich außerhalb von Terminals in deren unmittelbarer Nähe. An manchen Flughäfen konnte das Testzentrum in Gepäckrückgabebereichen integriert werden", erläutert Ralph Beisel, ADV-Hauptgeschäftsführer, den aktuellen Sachstand.

Aktuell pro Woche 120.000 einreisende Passagiere aus einem Risikogebiet

Im Juni 2020 seien an deutschen Flughäfen 165.000 Passagiere aus einem Risikogebiet eingereist. Das entspreche rund 5 Prozent des Vorjahreszeitraums. In der letzten Woche verzeichneten die deutschen Flughäfen 120.000 einreisende Passagiere aus einem Risikogebiet.

Chance zur Wiederbelebung des weltweiten Luftverkehrs

Der Flughafenverband ADV sieht bei den geplanten Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten eine Chance zur Wiederbelebung des weltweiten Luftverkehrs. "Die Möglichkeit, sich direkt nach der Ankunft testen zu lassen, erhöht die Sicherheit der Passagiere, kann als Grundlage für weitere Grenzöffnungen dienen und schafft Vertrauen in den Luftverkehr als sicheres Verkehrsmittel. Insbesondere für Geschäftsreisende und für die Wirtschaft wäre eine Belebung des interkontinentalen Verkehrs ein wichtiges Signal", erklärt Ralph Beisel.

Der Flughafen als Gesundheitszentrum?

Flughäfen seien und blieben Infrastruktureinrichtungen und keine Gesundheitszentren, heißt es jedoch auch ADV. Der Flughafenverband weist auf das Erfordernis von ausreichend räumlichen Kapazitäten hin. Keinesfalls dürfe es in den Testzentren zu Gedränge und langen Warteschlangen kommen, weil jeder Fluggast als erstes drankommen möchte. "Deshalb stellt sich für uns die Frage, ob Reisende mit Wohnland Deutschland nicht gleich - innerhalb einer festgelegten Frist - zu ihrer zuständigen Gesundheitsbehörde oder Hausarzt gehen, um sich testen zu lassen. Wenn dann die Teststationen an Flughäfen hauptsächlich für ausländische Einreisende zur Verfügung stünden, gäbe es keine Überlastung", so der ADV-Hauptgeschäftsführer heute in Berlin.

Flughäfen fordern Beibehaltung der Kostenteilung durch Bund und Länder

Die Einreisenden werden auf Veranlassung des öffentlichen Gesundheitsdienstes auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus getestet. Die Laborkosten seien nach der Corona-Testverordnung des Bundes vom 8. Juni 2020 nicht von den getesteten Personen zu tragen. Die Infrastrukturkosten für die Testungen an den Flughäfen würden von den Ländern getragen. Die ADV unterstützt diese Entscheidung, die die Gesundheitsministerkonferenz vom 24. Juli 2020 beschlossen hat. Sie fordert die Beibehaltung der Kostenteilung durch Bund und Länder.

www.adv.aero


Bild: https://pixabay.com/de/photos/corona-virus-covid-19-coronavirus-5148746/

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