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"Moin": Die Ostfriesischen Inseln legen Machbarkeitsanalyse für einen sicheren touristischen Neustart vor

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Borkum Strandkorb

 

Die sieben ostfriesischen Inselgemeinden haben der Landesregierung zusammen mit ihren Tourismusorganisationen und der Ostfriesischen Inseln GmbH die Umsetzung einer sicheren, kontrollierten und dauerhaften Öffnung des Tourismus vorgeschlagen. Das Konzept mit dem vielversprechenden Titel "Moin" wurde als Machbarkeitsstudie angelegt.

Das Konzept wurde zusammen mit dem Virologen Prof. Dr. Dittmer des Universitätsklinikums Essen und weiteren Unterstützern (u. a. der IHKn und DEHOGA) auf den Weg gebracht.

Die sichere und dauerhafte Öffnung des Tourismus in der Region „Ostfriesische Inseln“ umfasse demnach die Öffnung aller touristischen Beherbergungsbetriebe sowie der Einzelhandels-, Gastronomiebetriebe, der Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie weiterer touristischer Angebote auf den Inseln in einem ersten Schritt nur für den Übernachtungstourismus. Damit unterscheide sich das Projekt von den aktuell benannten Modellregionen in Niedersachsen, in denen keine touristischen Übernachtungen vorgesehen seien.

Das Vorhaben habe für das Land Niedersachsen eine herausgehobene Bedeutung. Mit dem Vorhaben soll verdeutlicht werden, wie eine Öffnung des Tourismus verantwortbar durchführbar sei und wie der der touristische Teil des öffentlichen Lebens sicher wiederhergestellt werden könne.

Die Ostfriesischen Inseln böten sich aufgrund ihrer Erreichbarkeit nahezu ausschließlich mittels des Fährverkehrs in besonderer Weise für ein solches Vorhaben an. Ziel des Vorhabens sei es,

  • unter „Reallabor-Bedingungen“ die Effekte einer kontrollierten Öffnung des Tourismus zu erfassen und engmaschig anhand von definierten Kriterien zu monitoren,
  • den integrierten Einsatz sämtlicher Gestaltungsparameter, u.a. digitaler Systeme der Verarbeitung von personenbezogenen Daten und deren Übermittlung an die Gesundheitsämter, umfassender Testkonzepte sowie angepasster Hygiene- und Schutzmechanismen, zu erproben und
  • für ganz Niedersachsen sowie im bundesweiten Maßstab Erfahrungen zu teilen und damit perspektivisch eine sichere Öffnung des Tourismus auch in anderen Destinationen zu ermöglichen.

Bei der Umsetzung habe der Infektionsschutz und damit die Sicherung der Qualität aller Prozesse und Maßnahmen höchste Priorität.

Im Zentrum der Öffnungsstrategie stehe ein ganzheitliches Testkonzept, das neben den Gästen auch die Insulaner und Beschäftigten im Tourismus berücksichtige. Übernachtungsgäste – und in der zweiten Öffnungsphase auch Tagesgäste – müssten demnach bei ihrer Anreise auf die Inseln einen negativen PoC-Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen. Sollte bei Anreise kein Corona-Test bzw. ein veralteter Corona-Test vorliegen, könne der Gast nicht auf die Insel befördert werden.

Auf den Inseln würden Testzentren eingerichtet, um alle Gäste ca. 48 Stunden nach ihrer Anreise nochmals mit einem PoC-Antigen-Schnelltest testen zu können. Erst nach dem zweiten Test sei die Nutzung aller touristischen Angebote der Insel möglich.

Eine lückenlose Test- und Nachverfolgungskette ist demnach nur mit digitaler Unterstützung zu realisieren. Hierzu werde eine digitale Lösung angestrebt, die personenbezogene Daten mit Testergebnissen und ihrer Gültigkeitsdauer verknüpfe, sodass dem Gast über einen App-generierten QR-Code Zutritt zu touristischen Leistungen gewährt werden könne und gleichzeitig eine Nachverfolgung der Kontakte vereinfacht werde. Für den zeitnahen Start des Projekts und für den Teil der Gäste, der nicht mit internetfähigen Endgeräten ausgestattet sei, würden analoge Lösungen erarbeitet.

Das ganze Konzept gibt es hier als Download.

https://ostfriesische-inseln.de/

Bild: Borkum - Getty Images / Canva

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