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Es muss wieder aufwärts gehen: Tourismusverband fordert Öffnungsperspektiven für Rheinland-Pfalz

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Moselpanorama

 

Harte Wintermonate liegen hinter den Tourismusschaffenden in Rheinland-Pfalz: Touristiker und Hoteliers, Gastronomen und Freizeiteinrichtungen haben seit den strikten Lockdown-Maßnahmen im November 2020 die größten Einschnitte in ihre Geschäftsmodelle und Lebensgrundlagen hinnehmen müssen. Damit muss aus Sicht des Tourismusverbandes jetzt Schluss sein.

Mit den sinkenden Infektionszahlen im Februar 2021 sei für die Politik nun der Zeitpunkt gekommen, der gesamten Branche eine Perspektive für den Neustart aufzuzeigen, betont Gabriele Flach, Vorsitzende des Tourismus- und Heilbäderverbands Rheinland-Pfalz (THV). Die Anstrengungen der Leistungsanbieter, sicheres Reisen zu ermöglichen, seien mustergültig. Entlang der gesamten Reisekette wurden Innovationen und Investitionen in Schutz- und Hygienemaßnahmen getätigt und umgesetzt.

„Wir unterstützen daher die Forderung des Deutschen Tourismusverbandes, auch private Reisen ab einem stabilen Inzidenzwert von unter 50 wieder zu ermöglichen. Genauso entscheidend ist jedoch, dass es auch eine langfristig angelegte Strategie und einen praktikablen, verlässlichen Plan für den so wichtigen Wirtschaftszweig und Wirtschaftsmotor Tourismus gibt – denn nach der Wiedereröffnung muss alles dafür getan werden, Betriebe und Freizeiteinrichtungen auch beständig offen zu halten.“

Das vom Deutschen Tourismusverband vorgelegte Ampelsystem zur Wiederöffnung der verschiedenen touristischen Dienstleistungen sei deshalb als Öffnungsszenario zu verstehen. Sobald alle touristischen Dienstleistungen wieder zur Verfügung stünden und innerdeutsches Reisen wieder möglich sei, sollten die Landkreise und großen Städte wieder vor Ort über mögliche Einschränkungen entscheiden. Man habe im letzten Jahr gelernt, dass die Ursachen für steigende Inzidenzwerte vor Ort ganz unterschiedlich sein könnten, deshalb seien solche Entscheidungen vor Ort bei den Kommunen in guten Händen, so Flach.

Indes lägen von der rheinland-pfälzischen Landesregierung bislang keine entsprechenden Informationen vor, die man sich einen Re-Start des Tourismus hierzulande vorstelle. „Es braucht mehr als reine Lippenbekenntnisse. Es braucht vor allem Mut, Optimismus und Zuversicht. Wir fordern ein konkretes Signal der Landesregierung mit verlässlicher Perspektive, wann Tourismus wieder möglich sein wird,“ so Gabriele Flach. „Auch die Aufteilung und der Nutzen des angekündigten Sondervermögens zur Abmilderung der Folgen aus der Corona Pandemie im Tourismus müssen transparent gemacht werden. Nur so können die in Aussicht gestellten 50 Millionen Euro ihre volle Kraft entfalten und damit zu starken Treibern für den Weg aus der Krise werden.“

Auch hierzu habe die Landesregierung noch keine vollständigen Informationen vorgelegt. Insbesondere vermissen wir – so Gabriele Flach - die Kommunikation und Beratung mit den Fachverbänden und -institutionen, wie z.B. DEHOGA, IHK, kommunale Spitzenverbände und THV, über einen nachvollziehbaren und effektiven Mitteleinsatz.

Die Krise zeige auch deutlich, wie dringlich Maßnahmen der Digitalisierung im Bereich des Tourismus seien. Daher fordert der Tourismus- und Heilbäderverband, die entsprechenden Investitionen in die Digitalisierung nicht länger aufzuschieben, sondern vorliegende Konzepte zeitnah mit den entsprechenden Mitteln zu versehen und umzusetzen. Die Landesmarketingorganisation Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH habe dafür bereits im vergangenen Jahr einen Umsetzungsfahrplan vorgelegt, müsse aber seitens des Landes sowohl personell als auch finanziell in die Lage versetzt werden, diesen digitalen Transformationsprozess auch zu führen.

Der Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz ist Mitglied beim Deutschen Tourismusverband (DTV) und unterstützt zudem ein bundesweit möglichst einheitliches und verlässliches Konzept einer Öffnungsstrategie. Der DTV hat dazu entsprechendes Strategie- und Forderungspapier an Entscheidungsträger auf Bundesebene veröffentlicht

www.thv-rlp.de

Bild: Getty Images / Canva

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