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Strategie umsetzen: Neuer Arbeitskreis Tourismus in Rheinland-Pfalz

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Altstadt Rheinland-Pfalz

 

Der neue Arbeitskreis Tourismus Rheinland-Pfalz hat sich am 20. Mai 2019 konstituiert und erstmals die Fortschritte bei der Umsetzung der Projekte der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz 2025 beraten.

Neben den Akteuren des Tourismus auf Landesebene, nämlich der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, des DEHOGA Rheinland-Pfalz e.V., der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT), des Tourismus- und Heilbäderverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (THV) sowie des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz (MWVLW) sind im Arbeitskreis auch die zehn Tourismusregionen auf regionaler Ebene und die kommunalen Spitzenverbände vertreten.

Aufgaben des AK Tourismus seien der kontinuierliche Informationsaustausch sowie die Koordinierung der Umsetzung der einzelnen Strategieprojekte der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz 2025. Für die einzelnen Strategieprojekte hat jeweils ein Partner die Federführung inne und organisiert die Arbeit selbständig in speziellen Arbeitsgruppen. Dementsprechend stand bei der Sitzung der aktuelle Entwicklungsstand der acht Strategieprojekte im Mittelpunkt der Beratungen. So plant das MWVLW zeitnah eine Ausschreibung zur Entwicklung einer Wirtschaftsstandortmarke. Damit will sich das Land besser auf der touristischen Landkarte positionieren und Rheinland-Pfalz zur Marke machen.

Daneben will das Ministerium eine grundlegende Analyse der Organisation des Tourismussystems anstoßen. Die entsprechende Ausschreibung dazu wurde Ende März veröffentlicht. Darauf aufbauend sollen in einem zweiten Schritt mögliche Verbesserungen für die einzelnen Akteursebenen erarbeitet und eingeleitet werden.

Die Industrie- und Handelskammern wollen sich in den nächsten Monaten auf den Aufbau eines Netzwerkes von Familienunternehmen konzentrieren, die RPT wird ein Konzept zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder erstellen und der THV will im Land für die bessere Wahrnehmung des Tourismus als Querschnittsbrache werben.

Allen Initiativen gemeinsam sei das Ziel, die Wertschöpfung aus dem Tourismus zu steigern sowie das Bewusstsein für den Tourismus zu intensivieren. Insgesamt soll mit der neuen Tourismusstrategie ein Veränderungsprozess koordiniert werden, der sich vom Land durch die Regionen bis in die Kommunen zieht.

Gleichzeitig wurde in der Arbeitskreissitzung diskutiert, wie das Thema Digitalisierung im Tourismussektor intensiver forciert werden kann. Obwohl die Herausforderungen der Digitalisierung in der Tourismusstrategie als Querschnittsthema verankert ist und auch in nahezu allen Strategieprojekten integriert ist, sahen insbesondere die touristischen Regionen und die RPT zusätzlichen Handlungsbedarf und haben dazu ein erstes Konzeptpapier vorgelegt. Die Sitzungsteilnehmer haben sich darauf verständigt, das Thema bis Ende Juni 2019 um noch fehlende Informationen, wie etwa eine Kostenschätzung oder auch die Beteiligung der Gastgeber, zu ergänzen sowie gleichzeitig zu prüfen, inwieweit einzelne Aspekte der Digitalisierung bereits in den acht Strategieprojekten aufgegriffen wurden oder aufgegriffen werden könnten. Damit soll auch den Anforderungen der Enquete-Kommission Wirtschafts- und Standortfaktor Tourismus in Rheinland-Pfalz, die sich mit dem Thema Digitalisierung ausführlich befasst hat, Rechnung getragen werden. In der nächsten Sitzung soll auf Basis der neuen Informationen das weitere Vorgehen beraten werden.

Zusammen mit der Veröffentlichung der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz 2025 im Oktober 2018 hatten sich die Partner im Tourismus in Rheinland-Pfalz auch auf die Einrichtung eines professionellen Umsetzungsmanagements verständigt. Danach koordiniert der Arbeitskreis aus Vertretern der Partnerorganisationen, der Tourismuseinrichtungen auf regionaler Ebene und der kommunalen Spitzenverbände die Bearbeitung von acht Strategieprojekten. Die Steuerungsgruppe, in der unter Leitung von Staatssekretärin Daniela Schmitt die Vorstände der Partner vertreten sind, ist für die Jahresplanung und die Kontrolle der Umsetzung der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz 2025 zuständig.

Die Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz 2025 fußt auf fünf übergeordneten Zielen:

  1. Erhöhen der Wertschöpfung
  2. Profilierung
  3. Intensivieren des Tourismusbewusstseins
  4. Stärken der Kooperation
  5. Nachhaltigkeit

Daraus leiten sich fünf strategische Handlungsfelder für die perspektivische Entwicklung bis 2025 ab:

  • Strategischer Weg 1: Rheinland-Pfalz zur Marke machen
  • Strategischer Weg 2: Familienunternehmen zum starken Rückgrat der Tourismuswirtschaft entwickeln
  • Strategischer Weg 3: Wirkungsstarke ökonomische Impulse schaffen
  • Strategischer Weg 4: Strukturen und Prozesse konsequent bündeln
  • Strategischer Weg 5: Finanzielle Ressourcen auf Impulsinvestitionen fokussieren

Konkret handhabbar werden die strategischen Wege durch acht Strategieprojekte mit definierten Zielen, Inhalten und Maßnahmen.

  • Wirtschaftsstandortmarke Rheinland-Pfalz (Federführung: MWVLW)
  • Starke Familienunternehmen (Federführung: IHK)
  • Strategische Geschäftsfelder (Federführung: RPT)
  • Sysem Tourismus (Federführung: MWVLW)
  • Impulsinvestitionen (Federführung: MWVLW)
  • Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz (Federführung: MWVLW)
  • Informationsoffensive Tourismus 2025 (Federführung: THV)
  • Strategisches Landesmarketing (Federführung: RPT)

https://rlp.tourismusnetzwerk.info/

Bild: https://pixabay.com/de/photos/stra%C3%9Fe-stadt-tourismus-architektur-3161962/