TMBW-Tourismustag setzt auf Selbstbewusstsein als Strategie für die Branche

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TMBW-Tourismustag setzt auf Selbstbewusstsein als Strategie für die Branche

 

Mehr als 300 Fachleute aus Destinationen, Betrieben und Organisationen haben beim TMBW-Tourismustag im Goldbergwerk in Fellbach über das Selbstverständnis der Branche diskutiert. Eingeladen hatte die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW). Das diesjährige Leitthema lautete „Tourismus mit Haltung – Selbstbewusst. Relevant. Unverzichtbar“.

Im Fokus stand, wie der Tourismus seine ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung deutlicher kommunizieren kann. Der Tourismus stehe für fast 60 Millionen Übernachtungen pro Jahr, rund 26 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 370.000 Arbeitsplätze. „Der Tourismus in Baden-Württemberg steht noch immer allzu oft im Schatten großer Industriebranchen, dabei sind wir ein relevanter Wirtschaftsfaktor, unverzichtbar für den Standort und wir prägen die Lebensqualität vor Ort“, sagte TMBW-Geschäftsführerin Christine Schönhuber. „Es ist daher an der Zeit, dass wir als Branche gemeinsam eine neue Haltung entwickeln und selbstbewusster auftreten.“

Impulse lieferte eine Keynote von Michael von Kunhardt. Der ehemalige Hockey-Bundesligaspieler arbeite als Mentalcoach und beschäftige sich mit mentaler Stärke im Leistungssport. „Selbstvertrauen ist das wichtigste Kriterium für eine erfolgreiche Siegermentalität“, sagte von Kunhardt. Er zeigte in seinem Vortrag Ansätze auf, wie sich diese Haltung auf Organisationen und Teams übertragen lässt.

Weitere Programmpunkte stellten Beispiele aus dem In- und Ausland vor. Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich-Werbung, skizzierte den Ansatz, Destinationen in Österreich unter dem Motto „Lebensgefühl“ über Identität zu positionieren. Patrick Schreib, Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, berichtete über Maßnahmen, mit denen die Region Einheimische in die Weiterentwicklung der Angebotsstruktur einbindet. Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus, ordnete die Anforderungen an den Deutschlandtourismus im internationalen Wettbewerb ein.

Zum Abschluss diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismus und Politik über Wege, die Rolle des Tourismus im öffentlichen Bewusstsein zu stärken. Schönhuber sagte: „Wir haben es in der Hand, mit einer neuen und selbstbewussten Haltung die Wahrnehmung unserer Branche zu beeinflussen und zu ändern.“ Sie ergänzte: „Der Tourismus ist viel mehr als eine Gute-Laune-Branche und diese Botschaft sollten wir gemeinsam noch viel lauter in die Welt tragen.“

 

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Bild: © TMBW, Thomas B. Jones

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