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Verhaltener Optimismus in Schleswig-Holstein: Hälfte der Gäste ist wieder da

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Key Visual Schleswig-Holstein

 

Nach dem Corona-bedingten Beherbergungsverbot ab Mitte März dieses Jahres dürfen seit dem 18. Mai wieder Gäste nach Schleswig-Holstein reisen. Wie das Statistikamt Nord jetzt mitteilt, verzeichnete der Mai 2020 über 1,5 Mio. Übernachtungen in Betrieben ab 10 Betten inkl. Camping, das entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat von 54,2 Prozent.

Lässt man im Gesamtergebnis die Campingplätze außer Acht, ist ein Rückgang von 59,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat festzustellen (vgl. Mai 2019: 3.326 000 Mio. Übernachtungen inkl. Camping). Die Auslastung der Betten (ohne Camping) betrug im Mai 2020 nur 21,4%.

Die jetzt veröffentlichten Maizahlen geben jedoch der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) auch Anlass zur Hoffnung. „Es wurden fast 50 Prozent des Vorjahresvolumens innerhalb der 14 Tage erreicht, an denen der Reiseverkehr nach Schleswig-Holstein erlaubt war“, zeigt sich die Geschäftsführerin der TA.SH, Dr. Bettina Bunge, verhalten optimistisch. „Auch wenn die ersten 4 ½ Monate inklusive des lukrativen Ostergeschäfts verloren und nicht mehr aufzuholen sind, lassen die Maizahlen hoffen, dass uns unsere Stammgäste die Treue halten und neue Gäste in den nächsten Monaten hinzu kommen werden“, hofft Bunge.

Trend zum Camping

Speziell bei den geöffneten Campingplätzen wurde im Mai 330.670 Übernachtungen und somit ein Rückgang von nur 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet. Ganz anders die Zahlen den Städten: sie müssen im Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat herbe Einschnitte verkraften mit zum Beispiel Flensburg (Übernachtungen) minus 81,3 Prozent, Kiel (Übernachtungen) minus 68,8 Prozent, Neumünster (Übernachtungen) minus 74,5 Prozent. Und auch das Binnenland verzeichnete bei den Übernachtungen im Mai minus 70,2 Prozent.

„Die Ergebnisse verdeutlichen zum einen bereits ein Trend zum Campingurlaub und zudem regionale Unterschiede in den Übernachtungen. Städte und das Binnenland waren im Mai noch weniger gefragt als unsere Ostsee und Nordsee, da die Menschen vor allem ihre Sehnsucht nach Strand und Meer zu uns nach Schleswig-Holstein lockte“, so Bunge.

Wie sich der Schleswig-Holstein-Tourismus im Gesamtjahr entwickeln wird, bleibe abzuwarten. Es bleibe zu hoffen, dass ein gutes Sommergeschäft sowie eine gute Nebensaison die Betriebe stabilisierten, auch wenn voraussichtlich nicht jeder Tourismussektor davon profitieren werde.

„Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer touristischen Betriebe im Land für die professionelle Wiedereröffnung und den unermüdlichen Einsatz, unsere Gäste im Land wieder herzlich willkommen zu heißen“, sagt Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus. „Mit vereinten Kräften wollen wir das Urlaubs- und Tagungsland Schleswig-Holstein wieder für alle Beteiligten zum Erfolg führen“, so Rohlfs.

Zur Statistik
https://www.sh-business.de/

Bild: © TASH / Foto: Oliver Franke

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