Söder strebt ab Pfingsten Lockerungen im Tourismus an: Unterstützungsprogramm geplant

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Bayern Wandern

 

Nach einer Sitzung des CSU-Vorstands deutete Markus Söder Öffnungen und Lockerungen im Tourismus an. Seit Bekanntgabe der Öffnungsstrategien in Österreich, rumort es in der Branche.

Medienberichten zufolge sollen bei einer Inzidenz unter 100 Außengastronomie, Kinos und Theater wieder öffnen dürfen, jedoch nur unter Hygienekonzepten und mit Negativtests. Zu Pfingsten gebe es ähnliche Aussichten für den Tourismus, erklärte Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Montag nach einer digitalen Konferenz des CSU-Vorstands.

Laut SZ seien die Öffnungen vom Koalitionspartner Freie Wähler, aber auch aus der CSU heraus gefordert worden. Demnach habe es im Vorstand viele zustimmende Wortmeldungen und Forderungen nach einer allmählichen "Rückkehr zur Normalität" gegeben. Am Dienstag will das Kabinett den Berichten zufolge die Pläne verbindlich beschließen. Vorsicht bleibe jedoch oberster Maßstab, erklärte der Ministerpräsident, doch gelte es, die Maßnahmen "weiterzuentwickeln". In den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels unter Auflagen dann Gäste empfangen. Dem Vernehmen nach soll es für den bayerischen Tourismus auch ein Unterstützungsprogramm geben, für Investitionen in Modernisierung, Barrierefreiheit oder nachhaltigen Urlaub.

Die ersten Reaktionen auf die überraschende Ankündigung waren positiv. „Auch wenn sich die Politik noch nicht ganz vom Dogma der Inzidenzen abgewendet hat, bilden die Beschlüsse sinnvolle Regeln zu einer effektiven Pandemiebekämpfung“, erläutert Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, „schließlich können im Gastgewerbe sichere Bereiche geschaffen werden, die dazu beitragen, Orte des ungeschützten Aufeinandertreffens zu entzerren“. Ebenso sei gerade mit Blick auf die Pfingstferien, ein sicherer Urlaub im eigenen Land mit bewährten Schutz- und Hygienekonzepten tausendmal sinnvoller als im Ausland.

Der Verband fordert grundsätzlich die Öffnung von Hotels und Gastronomie für alle Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten unabhängig von Inzidenzwerten. „Ziel muss im ersten Schritt eine umfassende Teststrategie mit 48-stündigen personalisierten „Eintrittskarten“ unter Nutzung aller geeigneten digitalen Kontakterfassungsmöglichkeiten sein“, so Inselkammer, „zugleich müssen wir bei weiter rückläufigem Infektionsgeschehen auch in einem zweiten Schritt wieder den Weg zu mehr Normalität ohne Tests wie in der Phase nach dem ersten Lockdown wagen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass unsere Betriebe sicher sind.“

www.dehoga.de

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