Herkunft Risikogebiet: Usedom-Urlauber aus Gütersloh müssen MV wieder verlassen

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Usedom Ahlbeck

 

Medienberichten zufolge wurde ein Ehepaar aus Gütersloh auf Usedom des Landes verwiesen.

In Heringsdorf auf Usedom wollten die Gäste ihren Urlaub verbringen. Da jedoch Gütersloh aufgrund des massiven Infesktionsausbruchs beim Fleischproduzenten Tönnies zu den sogenannten Risikogebieten gehört, sind sie zur Rückreise aufgefordert worden. Dies habe der Kreis Vorpommern-Greifswald verfügt.

Dem NDR zufolge hatte der Vermieter auf Usedom die Aufnahme verweigert, nachdem er die Herkunft geprüft hatte. In diesem Fall sehen die Pläne vor, dass das Ordnungsamt und der Kreis informiert werden. Das Vorgehen entspricht demnach den Verfügungen und demnach zeigte sich Kreissprecher Achim Froitzheimauch zufrieden. Die Meldekette sieht dieses Verhalten vor. Für die Urlauber*innen ist dies individuell allerdings eine große Enttäuschung. Vermieter und Hoteliers zeigen sich jedoch aufmerksam, denn es seien mittlerweile mehrere Personen aus Corona-Hotspots und Risikogebieten gemeldet und zur Rückreise aufgefordert worden. Mit dieser Maßnahme soll die Mehrheit der anderen Gäste vor möglichen Ansteckungen geschützt werden.

Der - wohlgemerkt regelkonforme - Vorfall zeigt die ganze Fragilität der Situation, v.a. auch für den Einzelnen, aber auch seine Verantwortung sowohl am Urlaubsort wie auch am Heimatort. Die scheinbare Lockerung ist ein System, das schnell wieder aus der Balance geraten kann. Und wieder einmal müssen individuelle Betroffenheit gegen kollektive Sicherheit abgewogen werden. Keine leichte Aufgabe für die Gastgeber in den Destinationen.

https://www.kreis-vg.de/

Bild: https://pixabay.com/de/photos/ahlbeck-seebr%C3%BCcke-seebad-ahlbeck-2246044/

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