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Insolvenzabsicherung: VIR "zerpflückt" die Krisenbewältigung der Bundesregierung

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Michael Buller

 

Beim VIR ist man nicht so milde gestimmt wie beim DRV. „Die Ignoranz der Branchenexperten durch die Bundesregierung ist schlichtweg skandalös“: Michael Buller, Vorstand des Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR), übt massive Kritik am Vorgehen der Regierungsparteien bei der Neuregelung der Insolvenzabsicherung im Pauschalreiserecht.

Hierzu hatte die Bundesregierung heute die von der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Eckpunkte beschlossen – ohne jedoch die Fachkräfte der Branche bzw. die Vorschläge der Tourismusverbände zu berücksichtigen.

„Wir haben im Tourismusausschuss des Bundestags in jüngster Zeit vorgebracht, dass das jetzt vorliegende Konzept der Insolvenzabsicherung infolge der Corona-Krise nicht mehr durchführbar ist“, bekräftigt Michael Buller. „Es basiert auf einem Prinzip der eigenen Absicherung, dem die touristischen Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Konsequenzen durch die Corona-Pandemie nicht mehr gewachsen sind. Was vor Corona galt, ist jetzt eben nicht mehr richtig.“ Der Verbandschef befürchtet ein „Insolvenzjahr, das sich gewaschen hat“, sollte es bei den Eckpunkten keine Nachbesserungen geben.

„Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verkündet großmundig, dass aufgrund von Corona kein Arbeitsplatz verloren geht. Die Schritte der Bundesregierung in den vergangenen Wochen zielen jedoch genau in die andere Richtung ab“, warnt der VIR-Vorstand. „Es werden sowohl die Vorschläge in Sachen der Rückzahlungsverpflichtungen als auch jetzt im Fall der neuen Insolvenzabsicherung ignoriert, wo genau die Lösung angestrebt wird, die nicht mehr durchführbar ist.“

Seine Forderung: „Um einen Kahlschlag der Touristik zu verhindern, muss die Bundesregierung endlich die Ratschläge der Fachkräfte und Fachverbände befolgen und auf dieser Grundlage entsprechende Beschlüsse treffen und Rettungsmaßnahmen umsetzen.“

www.v-i-r.de

Bild: VIR, Michael Buller

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