Bitkom-Umfrage zeigt ambivalente Haltung zu Künstlicher Intelligenz

In Deutschland nutzt eine Mehrheit Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig ist die Haltung zur Technologie gespalten geblieben. 42 Prozent der Bevölkerung würden nach eigenen Angaben lieber in einer Welt ohne KI leben. Unter den Nutzerinnen und Nutzern sagten das 32 Prozent, unter den Nichtnutzenden 58 Prozent.
Das zeigte eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Bitkom habe dafür 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt. Insgesamt sollen 58 Prozent angegeben haben, KI zu verwenden. 77 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer sollen zudem berichtet haben, KI mache ihnen Spaß.
Viele Anwenderinnen und Anwender sollen KI mit konkreten Vorteilen im Alltag verbunden haben. 76 Prozent sollen gesagt haben, KI mache ihr Leben leichter. 59 Prozent sollen gefunden haben, sie mache schlauer. Für 41 Prozent habe KI nach eigenen Angaben als erste Anlaufstelle bei fast allen Fragen gedient. Gleichzeitig sollen sich 26 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer durch KI abgehängt gefühlt haben. Ebenso viele sollen angegeben haben, von der Technologie überfordert zu sein.
Bei Menschen ohne KI-Nutzung sollen die Werte deutlich höher ausgefallen sein. 59 Prozent sollen sich durch KI abgehängt gefühlt haben, 57 Prozent überfordert. Auf die Gesamtbevölkerung bezogen sollen die Anteile bei 40 Prozent abgehängt und 39 Prozent überfordert gelegen haben.
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst hat einen Bedarf an mehr Orientierung gesehen. „Künstliche Intelligenz hat ein enormes disruptives Potenzial und verändert unseren Alltag und unsere Arbeitswelt in einem Tempo, das viele Menschen verständlicherweise verunsichert", sagte Wintergerst. „Das beste Mittel gegen Verunsicherung ist Wissen. Wir brauchen flächendeckende Angebote, mit denen Menschen jeden Alters einen einfachen Zugang zu KI finden, von der Grundschule über die Berufsschule und den Arbeitsplatz bis zur Volkshochschule für Seniorinnen und Senioren. Ein digitaler Graben zwischen Menschen mit und ohne KI darf gar nicht erst entstehen.“
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Bild: © Bitkom e. V.
