2. Update! Corona-Risikogebiete: Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Steiermark - der Skisaison in Österreich und der Schweiz droht ein Fiasko

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Mädchen Tirol

 

Mit Stand 22.10.2020 hat das Robert-Koch-Institut erneut die Liste der ausländischen Corona-Risikogebiete erweitert. Damit geht automatisach eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes einher. Besonders in Österreich und in der Schweiz ist die Wintersaison gefährdet.

Konkret erklärte das RKI die gesamte Schweiz sowie folgende Bundesländer in Österreich zu Risikogebieten:

  • Burgenland (seit 24. Oktober)
  • Niederösterreich (seit 24. Oktober)
  • Oberösterreich (seit 24. Oktober)
  • Salzburg (seit 24. Oktober)
  • Steiermark (seit 24. Oktober)
  • Tirol (seit 25. September) mit Ausnahme der Gemeinde Jungholz (seit 2. Oktober)
  • Vorarlberg (seit 23. September) mit Ausnahme der Gemeinde Mittelberg / Kleinwalsertal (seit 2. Oktober)
  • Wien (seit 16. September)

Kleinwalsertal ausgenommen

Eines der bleibtesten Reiseziele der Deutschen, das Kleinwalsertal, ist jedoch ausgenommen. Daher gilt hier bis auf Weiteres auch keine Reisewarnung. Zu befürchten ist jedoch, dass es hier zu einem Corona-Overtourism kommen könnte, wenn die Situation so bleibt. Für das übrige Outgoing-Geschäft dürfte es von zentraler Bedeutung sein, dass die Kanarischen Inseln wieder von der Liste der Risikogebiete gestrichen wurde - vorläufig. Für die Reiseveranstalter ein "Ritt auf der Rasierklinge".

Mittlerweile gehören auch weite Teile Italiens wieder zu den Risikogebieten, so etwa die Toskana, die Lombardei, Sardinien und die autonome Provinz Bozen sowie Rom, Venedig und Mailand. Auch weite Teile Spaniens (mit Ausnahme der Kanaren) sowie Frankreich, die Niederlande, Belgien und Tschechien sind auf der Liste.

Was bedeutet es für Urlauber*innen?

Auch wenn die Reisewarnung kein Reiseverbot ist, fühlen sich viele Urlauber*innen abgeschreckt. Rückkehrer*innen aus einem Risikogebiet müssen zurzeit einen aktuellen negativen Corona-Test nachweisen oder in Quarantäne gehen. Ab dem 8. November soll sich dies ändern. Dann sollen die rückkehrenden Urlauber*innen in jedem Fall in Quarantäne können sich jedoch frühestens nach 5 Tagen durch einen Test daraus "befreien". Hier geht es zum Auswärtigen Amt.

 


Alte Version des Artikels vom März 2020

Laut RKI sind dies Gebiete, "in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann". Dazu verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Indikatoren, z.B. die Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen (z.B. Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete) etc. Die Situation werde jeden Tag neu bewertet.

Gleichzeitig ergreift Österreich drastische Maßnahmen. Es werde Einschränkungen in drei Bereichen geben, heißt es seitens der Bundesregierung:

Der erste Bereich betreffe das alltägliche Leben. So werden Unternehmen dazu aufgefordert, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wo es einzurichten ist, ab der nächsten Woche Teleworking zu ermöglichen. Weiters werden ab Montag Restaurants, Bars und Kaffeehäuser nur noch bis 15 Uhr geöffnet sein. Geschäfte bleiben geschlossen, ausgenommen seien der Lebensmittelhandel, Banken, Apotheken, Post, Tierbedarf, Drogerien und andere Bereiche, die es zur Versorgung braucht.

"Es braucht niemand Sorge zu haben, dass die Grundversorgung gefährdet ist. Im Gegenteil: wir haben in Gesprächen mit Unternehmern und Vertretern der kritischen Infrastruktur sichergestellt, dass all das was ein Staat braucht, um funktionsfähig zu bleiben, selbstverständlich aufrecht erhalten und geöffnet sein wird", betonte Sebastian Kurz, der sich ausdrücklich auch bei jenen Menschen bedankte, die genau in diesen Bereichen ihren Beitrag leisten.

Der zweite Bereich betreffe den Umgang mit jenen Nachbarländern, in denen sich das Virus, neben Italien, besonders schnell ausbreite: Spanien, Frankreich und die Schweiz. Zu diesen Ländern würden die Flugverbindungen eingestellt und die Zugsverbindungen eingeschränkt. Kontrollen an der Grenze zur Schweiz und zu Liechtenstein sollen verstärkt durchgeführt werden.

Der dritte Bereich betreffe jene Gebiete in Österreich, in der sich der Virus besonders rasant ausbreite, wie in Teilen Tirols. "Wir müssen hier zielgerichtet geografisch gegensteuern. Es werden daher das Paznauntal und St. Anton am Arlberg für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Gebiete mit den Gemeinden Ischgl, Kappl, See, Galtür und St. Anton am Arlberg sowie Angestellte und Urlauberinnen und Urlauber werden ab sofort isoliert und selbstverständlich bestens versorgt“, so der Kanzler. Die Menschen in diesen Gebieten hätten ein ganz besonderes Risiko, deshalb sei es notwendig, sie zu isolieren, sie bestmöglich zu versorgen und sicher zu stellen, dass sie im Falle einer Infizierung andere nicht anstecken.

Mehr Infos:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html
https://www.bundeskanzleramt.gv.at/

Bild: https://pixabay.com/de/photos/tourismus-m%C3%A4dchen-natur-1213802/

 

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