Deutsch-französische Seilbahn: Europa-Park plant grenzübergreifendes Projekt

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Seit Jahrzehnten ist Deutschlands größter Freizeitpark nicht nur als attraktives Tourismusziel bekannt, sondern zugleich auch ein beliebter Treffpunkt für Menschen aus ganz Europa. Insbesondere in Frankreich findet das Angebot des Europa-Park ein wachsendes Interesse. Dies soll sich jetzt in einer spektakulären Attraktion niederschlagen.

Die Inhaberfamilie Mack hat sich nach eigener Aussage stets für das Thema Europa und die deutsch-französische Freundschaft engagiert. Dr.-Ing. h.c. Roland Mack, Gründer und Inhaber des Europa-Park, habein der Entwicklung des Unternehmens diese Ausrichtung seit jeher aktiv vorangetrieben. Vor diesem Hintergrund möchte die Unternehmerfamilie nun auf Initiative von Michael Mack, geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Park, diese Entwicklung durch ein neues Investitionsprojekt in Frankreich konsequent fortführen. So hat der Europa-Park die Vision, die Anbindung der nahen Region Elsass durch ein Seilbahnprojekt über den Rhein zu verbessern.

Im weiteren Verlauf strebe das Familienunternehmen nach eigenen Angaben auf der französischen Seite die Realisierung von Übernachtungsangeboten an. Das nachhaltige und naturfreundliche Projekt soll auch weitere Arbeitsplätze in Frankreich schaffen. Zudem würde die vorhandene Verkehrsinfrastruktur stark entlastet werden: Der Europa-Park verzeichnet jährlich mehr als eine Million Besucher aus Frankreich und über 1.000 Mitarbeiter pendeln aus dem Elsass nach Rust.

Derzeit würden die Detailfragen mit den Behörden in Deutschland und Frankreich abgestimmt. Michael Mack verfolgt mit diesem deutsch-französischen Projekt die Vision von einer Expansion des Familienunternehmens im benachbarten Elsass. Ziel sei es, ein nachhaltiges Projekt für die Region in Angriff zu nehmen. Die Präsentation dieser Idee sei im Wirtschafts- und Finanzministerium in Paris sowie vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron ebenso wie in der Region und von der Landesregierung in Stuttgart mit Begeisterung aufgenommen worden und stoße auf große Unterstützung. Weitere Schritte würden mit allen Beteiligten erarbeitet und im Rahmen des Genehmigungsverfahrens geprüft.

Medienberichten zufolge betrage die Planungszeit fünf bis zehn Jahre. Mit dem Schritt über den Rhein könnte der Park auch weitere Expansionspläne verfolgen, da die Flächen auf deutscher Seite mittlerweile begrenzt sind. Dies wird durchaus auch kritisch verfolgt. Zudem ist zu erwarten, dass die Umweltverträglichkeit des Vorhabens noch ausgiebig zu prüfen ist.

http://www.europapark.com/

Bild: Europapark