Bikesharing-Projekt stärkt nachhaltige Mobilität in der Metropolregion Hamburg

Das Projekt „Bikesharing in der Metropolregion Hamburg“ unterstützt die regionsweite Entwicklung nachhaltiger Mobilität im Alltag und im Tourismus. Ziel sei es, bestehende und neue Fahrradverleihsysteme besser zu vernetzen und weiterzuentwickeln, um Wege flexibler, klimafreundlicher und komfortabler zu gestalten – insbesondere auf der sogenannten „letzten Meile“. Kommunen sollen praxisnahe Hilfen erhalten, um die Mobilität von Einheimischen, Pendelnden und Gästen als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr zu verbessern.
Im Mittelpunkt stand die Erarbeitung konkreter Arbeitshilfen für Kommunen zur Planung, Ausschreibung und zum Betrieb kommunaler Bikesharing-Systeme. Die Ergebnisse sollten als Entscheidungshilfe dienen, ob und wie ein solches System lokal eingeführt werden kann.
Grundlage des Prozesses bildeten sechs Fachwerkstätten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Verkehrsunternehmen und Tourismusorganisationen. Sie sollen im Laufe des Jahres 2026 praxisorientierte Lösungen zu Themen wie Gebiets- und Zielgruppenauswahl, Netzgestaltung, Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Kostenkalkulation, Ausschreibungsverfahren und Umsetzung entwickeln. Die Ergebnisse sollen in gemeinsame Standards sowie in Leitfäden und Werkzeuge für die Praxis einfließen.
Das Projekt berücksichtigte unterschiedliche regionale Anforderungen – von urbanen Räumen bis zum ländlichen Umfeld. Gemeinsam mit den Beteiligten wurde analysiert, wie Bikesharing in bestehende Mobilitätsangebote integriert und mit touristischen Angeboten verknüpft werden kann. Auch Fragen der Finanzierung und der langfristigen Sicherung der Systeme standen im Fokus, um eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung zu gewährleisten.
Bikesharing-Systeme sollen als flexible Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr gelten. Sie ermöglichen klimafreundliche Wege ohne eigenes Fahrrad und sind meist digital buchbar. Die Rückgabe an verschiedenen Standorten erhöht die Nutzungsflexibilität. Damit schließen die Systeme Lücken im Mobilitätsangebot, verbessern die Erreichbarkeit und tragen zur CO₂-Reduktion in der Region bei.
An dem Projekt beteiligen sich über 30 Kommunen und Organisationen aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Federführend ist der Kreis Segeberg. Die Metropolregion Hamburg fördert das Vorhaben mit 80 Prozent der Projektkosten. Insgesamt stehen 200.000 Euro zur Verfügung. Fachlich begleiten die Büros Interlink und inno2grid das Projekt.
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