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Neues Manifest von impulse4travel skizziert Zukunft des Tourismus

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Tourismus Scrabble

 

Im Jahr 2025 weist der Tourismus als Zukunfts- und Lebensraumgestalter den Weg in eine offene und nachhaltige Welt: Diese mutige Vision ist eine der Kernaussagen von impulse4travel, eines brancheninternen Denkprozesses von über 300 Akteuren aus der Tourismusbranche.

Ein daraus resultierendes Manifest präsentierten die Initiatoren von Tourismuszukunft undn dem Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) am 4. Dezember 2020 im Rahmen eines Zukunftstages.

Der Tourismus im Jahr 2025

„Im Jahr 2025 tritt der Tourismus als Gestalter und Impulsgeber einer offenen und nachhaltigen Welt auf.“ Mit diesen Worten beginnt das impulse4travel Manifest, dessen Wortlaut die Quintessenz eines über mehrere Monate laufenden Denkprozesses in der deutschsprachigen Tourismusbranche repräsentiert. Auf den Erfahrungen und dem Wissen einer breiten touristischen Basis basierend, soll #impulse4travel dem Tourismus neue Handlungsoptionen aufzeigen.

„Das Manifest ist wichtig für die Zukunft der Tourismusbranche, denn es zeigt, dass ein zukunftsfähiger und nachhaltiger Tourismus auch gefühlt und nicht nur gedacht werden muss“, sagt Edgar Kreilkamp. Der Professor der Leuphana Universität Lüneburg war als einer von 30 Akteuren des abschließenden Think Tanks an der Ausformulierung der impulse4travel Manifests beteiligt: „Ich freue mich, ein Teil der vielen intensiven Diskussionen und innovativen Perspektiven gewesen zu sein.“ „Ein Zurück zum ‚old normal‘ nach Corona kann und wird es nicht geben“, ergänzt mit Christoph Führer (Leitner Reisen GmbH) ein weiterer impulse4travel-Teilnehmer: „Zur erforderlichen Neuausrichtung werden die Ergebnisse des Think Tanks einen wertvollen Beitrag leisten.“

Mehr nachhaltiges Denken

Der Tourismus als Zukunfts- und Lebensraumgestalter: Diesen Anspruch erläutert das 26seitige impulse4travel Manifest in acht Aspekten und Themenbereichen. Einige der Kernaussagen: Als Querschnittsbranche übernehme der Tourismus Verantwortung für die Zukunft der Welt und achte auf soziale und ökologische Gerechtigkeit. Nachhaltiges Denken sowie Werte wie Offenheit, Fairness und Wertschätzung versteht das Manifest demnach als Chancen für zukunftsfähiges Handeln. Auf der Basis dieser wertorientierten Haltung könne es dem Tourismus gelingen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Wertschöpfung zu steigern und zugleich resilienter zu werden.

Als Innovationsförderer komme dem Tourismus eine zentrale Rolle bei der Entwicklung digitaler Infrastrukturen zu. Im Bewusstsein seiner sozialen Verantwortung diskutiere die Branche auch ethische Fragen in Bezug auf Technologie, Datenmanagement und Teilhabe. Offene und vernetzte Gestaltungsprozesse wiederum seien die Basis für faire und nachhaltig profitable Wertschöpfungsketten.

Mit dem durch Corona beschleunigten Wandel der Arbeitskultur entstünden neue Lebens- und Arbeitsformen, die wiederum Chancen für hybride Reiseformate wie Workation, aber auch für die Schaffung neuer Resonanzräume im Alltag eröffneten. Eine tragende Säule des Wandels seien die Mitarbeiter*innen, die durch eine professionalisierte und transformierte Ausbildung an die Aufgaben der Zukunft herangeführt würden. Auch politisch soll sich der Tourismus als Gestalter und Berater in Zukunft stärker einbringen und sich aktiv an gesellschaftlichen Entwicklungen beteiligen.

„Der Tourismus sind wir“, hält das Manifest folgerichtig im Namen aller touristischen Akteure fest: „Als Tourismusbranche stehen wir für Agilität und Fortschritt, den Austausch und das Netzwerken auf Augenhöhe, Offenheit gegenüber neuen Technologien und Innovationen, eine ethisch verantwortungsvolle Digitalisierung, einen wertschätzenden Umgang miteinander und mit unserer Umwelt sowie ein langfristiges strategisches Denken und Handeln.“

Mehr Infos unter: www.impulse4travel.de/manifest

Bild: Getty Images

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