Tourismustag Bayerischer Jura diskutiert Marketingstrategien und Weiterentwicklung

Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismusorganisationen und Gastgewerbe haben sich in Eilsbrunn bei Sinzing zum 14. Tourismustag Bayerischer Jura getroffen. Die Teilnehmenden aus den Landkreisen Neumarkt i.d. OPf., Amberg-Sulzbach, Kelheim und Regensburg tauschten sich unter anderem über gemeinsame Vermarktung und nächste Schritte in der Produktentwicklung aus.
Für die Urlaubsregion habe der Arbeitskreis Bayerischer Jura 572.000 Gästeankünfte gemeldet, ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sowie rund 1,2 Millionen Übernachtungen, ein Zuwachs von 2,5 Prozent.
In den Grußworten verwiesen Bürgermeister Martin Brix von der Gemeinde Sinzing und der stellvertretende Landrat Thomas Gabler auf den Stellenwert der Zusammenarbeit. Gabler sagte: „Die enge Zusammenarbeit im Bayerischen Jura schafft spürbare Mehrwerte und Synergien für alle Beteiligten. Tourismus ist für unsere Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – er stärkt die Kommunen, sichert Wertschöpfung vor Ort und trägt dazu bei, den Bayerischen Jura als lebenswerte und attraktive Destination weiter zu profilieren.“
Susanne Kammerer, Sachgebietsleiterin für Tourismus und Naherholung am Landratsamt Regensburg, stellte laufende Projekte des Arbeitskreises vor. Dazu gehörten Maßnahmen zur Sichtbarkeit in digitalen Kanälen sowie die Weiterentwicklung der Leitprodukte Jurasteig und Fünf-Flüsse-Radweg. Seit Mitte Mai bündelte die Internetseite die Inhalte der zuvor getrennten Auftritte von Bayerischer Jura, Jurasteig und Fünf-Flüsse-Radweg. „Gäste erwarten heute Inspiration, Orientierung und verlässliche Informationen auf vielen Kanälen. Deshalb investieren wir sowohl in hochwertige Printprodukte als auch in digitale Sichtbarkeit und nutzerfreundliche Angebote“, so Kammerer.
Zum Fünf-Flüsse-Radweg berichtete Uwe Stanke, Projektleiter beim Tourismusverband Ostbayern. Er ordnete die Strecke als einen der Top-Ten-Radfernwege in Deutschland ein. Für den Jurasteig kündigte Florian Best vom Tourismusverband Kelheim e.V. ein LEADER-Kooperationsprojekt an, das den Weg in den kommenden zwei Jahren digital weiterentwickeln soll.
Silke Auer von der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim stellte die Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus vor. Demnach erreichte der Tourismus im Bayerischen Jura eine Bruttowertschöpfung von 402,4 Millionen Euro und ein Beschäftigungsäquivalent von 6.329 Personen.
Einen weiteren Schwerpunkt setzte der Beitrag zu Künstlicher Intelligenz. Tobias Kühn, Experte für digitale Lösungen aus Pressath, sagte: „KI eröffnet dem Tourismus als praktisches Werkzeug große Chancen. Das geht von effizienteren Arbeitsprozessen über die schnellere Aufbereitung von Inhalten bis hin zu einer gezielteren und individuelleren Gästekommunikation.“ Zum Abschluss gab Gastwirt Muk Röhrl Einblicke in Social-Media-Ansätze aus dem eigenen Betrieb.
Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, hob in seiner Moderation die Zusammenarbeit der beteiligten Landkreise, Städte, Gemeinden und Leistungsträger hervor. Nur durch konstruktive Kooperation lasse sich erfolgreicher Tourismus betreiben.
Mehr Informationen: Bayerischer Jura | Urlaub in Bayern
Bild: © H.C. Wagner – Landrat Thomas Ebeling (Präsident Tourismusverband Ostbayern e.V. (TVO)), Dr Michael Braun (Vorstand TVO), Tobias Kühn (Fa. digitalloesungen), Muk Röhrl (Gaststätte Röhrl), Florian Best (Tourismusverband Landkreis Kelheim e.V.), Silke Auer (IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim), Uwe Stanke (Projektmanager Fünf-Flüsse-Radweg), Martin Brix (1. Bürgermeister Sinzing), Melanie Winnerl (stv. Tourismusreferentin Landkreis Neumarkt i.d. OPf.), Hubert Zaremba (Tourismusreferent Landkreis Amberg-Sulzbach), Susanne Kammerer (Tourismusreferentin Landkreis Regensburg).
