Rheinhessen 2030+: Neue Strategie soll Rheinhessen als Wein-Erlebnisregion stärken

Rheinhessen hat eine neue Tourismusstrategie vorgestellt. Die Rheinhessen-Touristik entwickelte gemeinsam mit der IHK für Rheinhessen und Partnern aus Tourismus, Politik und Wirtschaft das Konzept „Rheinhessen 2030+ – Zukunftsstrategie für Tourismus, Freizeit und Lebensqualität". Es hat festgelegt, wie sich die Region touristisch weiterentwickeln soll.
Die IHK für Rheinhessen und die Rheinhessen-Touristik präsentierten die Strategie am 12. Mai bei einem gemeinsamen Tourismusforum. Dabei ging es um die Frage, wie Rheinhessen als Region für Gäste und Einheimische zukunftsfähig bleibe.
Die Region will sich als größte Wein-Erlebnis-Kultur-Landschaft Deutschlands positionieren. Städtische und ländliche Angebote, Kultur- und Naturerlebnisse sowie Aktivitäten und Genuss sollen stärker miteinander verknüpft werden. Die Strategie adressierte Herausforderungen wie steigende Erwartungen der Gäste, Fachkräftemangel, Digitalisierung und Nachhaltigkeitsanforderungen.
Die Verantwortlichen definierten fünf Handlungsfelder: Tourismusbewusstsein, wettbewerbsfähige Strukturen, Qualität und Wertschöpfung, Nachhaltigkeit sowie Klimaresilienz. Rheinhessen setzte dabei auf bestehende Stärken wie Wein, Kultur, Wandern, Radfahren und regionale Kulinarik. Hinzu kamen Angebote für Geschäftsreisende, die berufliche und private Aufenthalte kombinieren möchten. Tourismus gelte in der Strategie als Wirtschaftsfaktor und als Beitrag zu Identität, Lebensqualität und nachhaltiger Regionalentwicklung.
Zu den Leitprojekten gehörten der Ausbau der Welotouren zur Qualitätsradreiseregion, eine Hotel-Offensive, digitale Angebote für die „Smart Destination Rheinhessen" und das Projekt „WeinERLEBNIS Rheinhessen". Außerdem sollen touristische Strukturen optimiert und die Sichtbarkeit des Tourismus in Politik und Gesellschaft erhöht werden.
Nach der Präsentation diskutierten Elena Anesiadis (Tourist-Info Alzeyer Land & Rheinhessische Schweiz), Christian Halbig (Rheinhessen-Touristik), Nathalie Hartenstein (Rheinhessenwein e.V.), Philipp Meier (mainzplus CITYMARKETING) und Dr. Florian Steidl (IHK für Rheinhessen) in einem Pitch-Talk über die praktische Umsetzung.
Dr. Florian Steidl, Geschäftsführer der IHK für Rheinhessen, sagte: „Tourismus stärkt Wirtschaft, Arbeitsplätze und Lebensqualität gleichermaßen. Die neue Strategie zeigt, wie eng regionale Wertschöpfung, attraktive Angebote und Fachkräftesicherung miteinander verbunden sind. Entscheidend wird jetzt sein, gemeinsam konkrete Projekte umzusetzen."
Heiko Sippel, Landrat Alzey-Worms und stellvertretender Vorsitzender der Rheinhessen-Touristik, und Thomas Barth, Landrat des Landkreises Mainz-Bingen, betonten die Bedeutung des Tourismus über den Gästebereich hinaus – als Motor für Wirtschaft, Lebensräume und regionale Identität.
Christian Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik, erklärte: „Rheinhessen hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt. Jetzt geht es darum, diese Stärke weiter auszubauen und Tourismus noch stärker als Plus für die gesamte Region sichtbar zu machen. Die Strategie Rheinhessen 2030+ ist unser gemeinsames Zukunftsbild – und der Startpunkt für die nächsten konkreten Schritte."
Die Strategie entstand in einem Beteiligungsprozess mit Kommunen, touristischen Akteuren, Wirtschaftsvertretern und weiteren Partnern. BTE Tourismus- und Regionalentwicklung begleitete den Prozess.
Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz förderte die Entwicklung im Rahmen des Programms „Transformationen der Tourismusorganisationen Rheinland-Pfalz".
Mehr Informationen: Rheinhessen Weinerlebnisregion
Bild: © Alexander Sell – Silke Orth (BTE) stellt die Tourismusstrategie „Rheinhessen 2030+“ vor.
