Bad Füssing setzt 2026 auf digitales und datenbasiertes Marketing

Bad Füssing setzt auch 2026 auf ein datenbasiertes und zukunftsorientiertes Destinationsmarketing. Kur- und Tourismusmanagerin Daniela Leipelt und Marketingassistentin Birgit Kreuzhuber-Zöls stellten im Kur- und Tourismusausschuss des Gemeinderats die Bilanz des Marketingjahres 2025 sowie den Budgetrahmen für 2026 vor. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für die weiteren Haushaltsberatungen.
Bad Füssing konnte 2025 seine mediale Präsenz auf hohem Niveau halten. Bis Ende November wurden 3.120 Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien gezählt. Die touristische Website erreichte rund 2,2 Milliarden Page Impressions und eine Brutto-Reichweite von 635 Millionen. Rechnerisch hatte damit jeder Deutsche etwa acht Kontaktpunkte mit Bad Füssing über verschiedene Medienkanäle. Der Anzeigenäquivalenzwert lag bei rund 600.000 Euro pro Monat.
Die Gästeankünfte und Übernachtungen stiegen 2025 leicht an. Laut Daniela Leipelt veränderten sich die Reisegewohnheiten: „Die inländischen Urlaubsgäste verreisen heute deutlich kürzer, dafür häufiger, bewusster und stärker themenorientiert.“ Für Destinationen bedeutete das, den Erfolg nicht mehr allein an Übernachtungszahlen zu messen, sondern auch Kennziffern wie Aufenthaltsqualität, Wertschöpfung pro Gast, Gästezufriedenheit und Wiederbesuchsabsicht stärker zu berücksichtigen. Veranstaltungen wie der Winterzaubermarkt setzten positive Impulse. Voraussetzung bleibe die enge Zusammenarbeit mit Gastgebern und Gastronomie.
Rund 35 Prozent des Marketingbudgets flossen 2025 in digitale Gästekommunikation. Dazu zählten Website, Suchmaschinenmarketing, Social Media sowie Video- und Performancekampagnen. Die Maßnahmen erzielten überdurchschnittliche Klickraten und Conversion-Werte. Über digitale Kanäle wurden zahlreiche Unterkunftsanfragen, Katalogbestellungen und Downloads generiert. Mit dem Website-Relaunch im Juni 2025 wurde ein weiterer Schritt zur strategischen Weiterentwicklung der digitalen Kommunikation umgesetzt. Zudem wurden bis Jahresende über 20.000 digitale Kur- und Gästekarten ausgegeben.
Auch 2026 bleibe Gesundheit das zentrale Thema der Marke Bad Füssing. Der Begriff werde breiter gefasst und umfasse Prävention, Bewegung, mentale Balance, Regeneration und Lebensqualität. „Bad Füssing positioniert sich zunehmend als ganzjähriger Gesundheits-, Erlebnis- und Wohlfühlort“, so Leipelt. Neue Angebote aus den Bereichen Natur- und Waldgesundheit sollen die bestehenden Gesundheitswelten ergänzen. Aufbauend auf dem 2025 abgeschlossenen Interreg-Projekt zur Auenlandschaft am Inn seien weitere naturbasierte Gesundheits- und Bewegungsangebote geplant. Als mögliches Folgeprojekt gelte die grenzüberschreitende Radrunde „INNergy“.
Etwa 20 Prozent des Marketingbudgets entfielen 2025 auf Auslandsmarketing. Die wichtigsten Märkte blieben Österreich, Tschechien, die Schweiz und die Niederlande. Mit rund 58.000 Übernachtungen stellten Gäste aus Österreich erneut die größte internationale Besuchergruppe. Klassische Marketinginstrumente wie Messeauftritte, Radiowerbung und Printprodukte sind Bestandteil des Marketing-Mixes geblieben und sicherten Vertrauen sowie Sichtbarkeit in den Kernzielgruppen.
Für 2026 plane Bad Füssing eine stärkere Ausrichtung auf performanceorientierte Onlineformate. Printmedien sollen als hochwertiges Inspirationsmedium fungieren und eng mit digitalen Angeboten verknüpft werden. Leipelt betonte: „Bad Füssing verfügt über eine stabile und zukunftsfähige Ausgangsbasis. Gleichzeitig werden die Rahmenbedingungen für den Tourismus anspruchsvoller.“ Bürgermeister Tobias Kurz ergänzte: „Die Kennzahlen belegen, dass die eingesetzten Marketingmittel zielgerichtet und wirkungsvoll verwendet werden. Bad Füssing behauptet sich als Gesundheitsdestination erfolgreich in einem dynamischen Marktumfeld.“
Mehr Informationen: Kururlaub in Bad Füssing | Bad Füssing
Bild: © obx-news/Kur- & GästeService Bad Füssing/Leonie Lorenz
