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Die Wiedervereinigung als Start einer touristischen Erfolgsgeschichte - bis zur Corona-Zäsur

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Infografik destinet.de Wiedervereinigung

 

Am 3. Oktober 2020 feiert ganz Deutschland den 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Damit war auch die Möglichkeit geschaffen, um die touristischen Attraktionen aller 16 Bundesländer gemeinsam zu vermarkten. Der Start einer beispiellosen Erfolgegschichte.

Die friedliche Revolution in der DDR, der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und die Öffnung der innerdeutschen Grenzen mündeten schließlich in der Deutschen Einheit. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) zieht aus Anlass des Jubiläums eine Bilanz der internationalen Performance des Reiselandes Deutschland.

Nach der Wiedervereinigung wurden in der alten Bundesrepublik 31,3 Millionen internationale Übernachtungen gezählt, in der ehemaligen DDR inklusive Berlin 3,4 Millionen. Bis 2019 stieg das gesamtdeutsche Incoming um das 2,6-fache auf 89,9 Millionen.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, würdigt die Ereignisse 1989/90 als Meilenstein für die erfolgreiche Entwicklung des Incoming-Tourismus in den folgenden Jahren: „Der Erfolg der Wiedervereinigung spiegelt sich besonders im überproportionalen Wachstum der neuen Bundesländer einschließlich Berlin wider. Dort stieg die Zahl der Ausländerübernachtungen in den letzten drei Jahrzehnten um das 6,2-fache auf 21,1 Millionen. Zugleich hat sich der Anteil der neuen Bundesländer am gesamten deutschen Incoming von etwa zehn Prozent Anfang der 90er Jahre auf jetzt 23 Prozent mehr als verdoppelt. Zu Besuchermagneten entwickelten sich vor allem aufwändig restaurierte historische Städte, wie beispielsweise die sächsische Landeshauptstadt Dresden, die im letzten Jahr 960.000 Auslandsübernachtungen verzeichnete.“


Zäsur durch Corona-Pandemie

Allerdings bedeutet die Corona-Pandemie im Jubiläumsjahr 2020 eine tiefe Zäsur in der Erfolgsgeschichte des deutschen Incoming-Tourismus. Im laufenden Jahr 2020 werden laut Analysen von Tourism Economics die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um mindestens 51,1 Prozent auf 44,1 Millionen sinken. Das entspricht in etwa dem Stand des Jahres 2004.

„Nach den Recovery-Szenarien von Tourism Economics können wir bis 2023 im Incoming wieder an die Zahlen des Jahres 2019 anknüpfen. Mit unserem starken touristischen Angebot in allen 16 Bundesländern und der ausgezeichneten Positionierung als Reiseland im internationalen Wettbewerb sind wir zuversichtlich, diese Herausforderung zu meistern und gestärkt aus der Krise herauszukommen,“ führt Petra Hedorfer dazu weiter aus.

Positionierung im Wettbewerb öffnet Perspektiven für Recovery

Das Recovery-Programm der DZT basiere darauf, die Stärken des Reiselandes Deutschland prononciert zu kommunizieren und mit den aktuellen Kundenbedürfnissen zu verknüpfen. Nach Auswertungen des World Travel Monitor von IPK International für das Jahr 2019 sei Deutschland das Kultur- und Städtereiseziel Nr. 1 der Europäer. Als Ziel internationaler Luxusreisen nach Europa, als Naturreiseziel bei den weltweiten Reisen der Europäer sowie als Reiseziel von jungen Europäern belegt es Platz 2. Im Geschäftsreisesegment ist Deutschland Messeziel Nr. 1 weltweit und führendes Tagungs- und Kongressziel in Europa.

Mit Blick auf das veränderte Reiseverhalten vieler Verbraucher weltweit stellt die DZT nach umfangreichen Kunden- und Marktanalysen aktuell die Kampagnen ‚#WanderlustGermany‘, ‚FeelGood‘ und ‚German Summer Cities reloaded‘ in den Fokus ihrer Marketingaktivitäten, um Deutschland auch in Krisenzeiten als sicheres und nachhaltiges Reiseziel zu positionieren.

http://www.germany.travel

Grafik: destinet.de

 

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