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Neuer Recovery-Check des Kompetenzzentrum Tourismus: Deutschlandtourismus erholt sich

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Recovery-Check des Kompetenzzentrum Tourismus

 

Der neue Recovery-Check #3 des Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes bestätigt die Ergebnisse seines Vorgängers. Die neuste Version der Szenarioanalyse erwartet, dass sich der Binnentourismus deutlich schneller und stärker erholt als der internationale Tourismus.

Der Recovery-Check #3 untersucht die Erholungsszenarien der gesamten Tourismuswirtschaft auf Basis der geltenden Lockerungen, Grenzöffnungen und Aufhebungen von Reisewarnungen. Auch in dieser version ist er nur eine Momentaufnahme. Die Ergebnisse seien Teil eines theoretischen Szenarios und basieren auf den Einschätzungen der Experten des Fachbeirates des Kompetenzzentrum Tourismus und weiteren Akteuren aus allen Bereichen der Tourismuswirtschaft.

RC 3 Umsatz pro Jahr

 

Erholung des Binnentourismus

Durch schrittweise Öffnungen der Gastronomie und des Beherbergungsgewerbes konnte das touristische Geschäft in allen Bundesländern wiederaufgenommen werden. Der Binnentourismus profitiere daher von einer starken Vitalisierung im Sommer 2020. Im besten Fall könnten bis Ende Oktober dieses Jahres bereits 70 Prozent des Umsatzes von 2019 erreicht werden, was einem deutlichen Anstieg gegenüber der ersten Jahreshälfte entspreche. In diesem optimistischen Szenario werde sich der Binnentourismus bis zum 1. Mai 2021 vollständig erholen.

Im realistischen Szenario gehe die Vitalisierungsphase mit Umsätzen in Höhe von 60 Prozent im Vergleich zu 2019 über die Wintersaison hinaus. Die Normalisierung im Frühjahr 2021 sorge für weitere Umsatzsteigerungen, sodass ab dem 1. Juli 2021 bereits 100 Prozent des Umsatzniveaus von 2019 erreicht werden könnten.

Im pessimistischen Szenario sei zum 1. Juli 2021 die Vitalisierung abgeschlossen, die Normalisierung werde im schlimmsten Fall 1,5 Jahre und damit bis Ende 2022 andauern.

Erholung des internationalen Tourismus

Die globalen Einreisebeschränkungen und Reisewarnungen, die in großen Teilen der Welt auch weiterhin gelten, haben zu einem schwerwiegenden Einbruch geführt. Die Infektionszahlen seien in vielen Ländern der Welt weiterhin dramatisch. Daher sei noch immer nicht sicher, wann der Tourismus wieder das Vorkrisenniveau erreichen könne. Trotz der hohen Dynamik und sukzessiven Aufhebung von Reisebeschränkungen werde die Vitalisierung des internationalen Tourismus noch einige Zeit dauern.

Im optimistischen Szenario könnten touristische Betriebe im internationalen Reisegeschäft bis zum 1. April 2021 die Hälfte des Umsatzniveaus von 2019 erzielen. Die Normalisierung werde bis zum Frühjahr 2022 andauern, bis dahin seien bereits Umsätze in Höhe von 75 Prozent auf dem Niveau von 2019 möglich.

Im realistischen Falle könne im Herbst 2021 die vollständige Erholung des internationalen Tourismus beginnen. Die prognostizierten Umsatzeinbrüche für das Geschäftsjahr 2020 hätten sich im Vergleich zum Recovery-Check #2 verbessert. Bis zum Frühjahr 2023 könnten demnach Umsätze in Höhe von 70 Prozent im Vergleich zu dem Niveau des Jahres 2019 erreicht werden.

Im pessimistischen Szenario gehen die Experten davon aus, dass die vollständige Erholung des internationalen Tourismus erst im Sommer 2024 wieder erreicht werden kann.

 

 

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