Verband sieht Caravaning als festen Bestandteil des Tourismusstandorts Deutschland

Die Zahl der Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen ist im Jahr 2025 weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legte das Segment um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 hat sich ein Zuwachs von rund 25 Prozent ergeben. Damit zählte Caravaning weiterhin zu den wachstumsstärksten Urlaubsformen in Deutschland.
Der Caravaning Industrie Verband (CIVD) wertete die Entwicklung als Beleg für die anhaltend hohe Nachfrage nach mobilen Urlaubsformen. „Die aktuellen Zahlen sind die logische Konsequenz einer Entwicklung, die bereits vor vielen Jahren eingesetzt hat. Caravaning ist längst keine Nische mehr, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil des Wirtschafts- und Tourismusstandorts Deutschland. Millionen von Urlaubern, die mit Reisemobil oder Caravan unterwegs sind, entscheiden sich nicht nur für eine mobile und naturnahe Urlaubsform, sondern stärken den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig, insbesondere in ländlichen Regionen. Diese Entwicklung wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen“, erklärte CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso.
Insgesamt habe das Statistische Bundesamt 2025 rund 497,5 Millionen Gästeübernachtungen in Deutschland gezählt. Während der Campingbereich ein deutliches Plus verzeichnete, gingen die Übernachtungen in Hotels, Gasthöfen und Pensionen leicht um 0,4 Prozent zurück.
Der CIVD hat darauf hingewiesen, dass Übernachtungen auf Stellplätzen außerhalb klassischer Campingplätze in der Statistik nicht vollständig erfasst werden. Die tatsächliche Bedeutung des Caravaning-Tourismus dürfte daher höher liegen.
Der Verband hat Bund, Länder und Kommunen in der Verantwortung gesehen, die Rahmenbedingungen für diesen Wachstumssektor zu verbessern. Dazu zählten Investitionen in Stellplatzinfrastruktur, moderne Ver- und Entsorgungssysteme sowie eine stärkere Integration in regionale Tourismusstrategien. Zudem forderte der CIVD eine Überprüfung planungsrechtlicher Vorgaben, die den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur erschweren.
„Damit Deutschland dieses Potenzial konsequent nutzen kann, braucht es nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch eine verlässliche und praxisnahe Ausgestaltung der rechtlichen Grundlagen. Wir benötigen politische Unterstützung und einen gemeinsamen Kraftakt für eine zukunftsfähige Infrastruktur. Als Verband stehen wir bereit, diesen Weg konstruktiv mitzugestalten. Hand in Hand lassen sich für den Tourismusstandort Deutschland weitere Potenziale heben“, so Onggowinarso.
Mehr Informationen: Caravaning Industrie Verband e.V. - Caravaning
Bild: © Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD)
