„Die Politik muss ihren Anti-Tourismus-Kurs ändern“

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Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR)

 

Der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) wirft den Regierenden eine „Angst-und-Schrecken-Strategie“ vor.

Als „verfrühten Aprilscherz“ bezeichnet Michael Buller, Vorstand des Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR), die  Ankündigung der deutschen Bundesregierung, ein generelles Reiseverbot in beliebte Urlaubsregionen prüfen zu lassen. „Es kann nicht mehr länger angehen, dass die Tourismusbranche in keiner Öffnungsstrategie vorkommt und ständig in die Ecke der Verursacher gestellt wird“, kritisiert VIR-Vorstand Michael Buller. „Unsere Branche befindet sich seit über fünf Monaten im erneuten Lockdown und damit demonstrieren die aktuellen Infektionszahlen eindeutig, dass sie aus dem unstrukturierten privaten Umfeld stammen - alles andere ergibt überhaupt keinen Sinn, und die Politik muss endlich aufhören, den Tourismus als Pandemietreiber darzustellen“, fordert der Reise-Experte.

Ihn verärgert besonders, dass die Bundesregierung dem Tourismus nicht nur keinerlei Perspektive eingeräumt habe, sondern auch die Bedeutung der Branche im gesamtwirtschaftlichen Kontext nicht entsprechend würdigt.

Mit dem fortwährenden Bashing gegen die Reiseindustrie versuche die Politik vom eigenen Versagen abzulenken. Der Mangel an Impfstoffen und Teststrategien in Deutschland sei im weltweiten Vergleich nicht mehr zu überbieten. Sogar die eigene Studie des Robert-Koch-Instituts zu Urlaubsreisen werde von der Politik ignoriert. „Sie hat bestätigt, dass der Tourismus durch Hygienekonzepte sicher funktioniert, und auch, dass die Reisebranche im Vorjahr definitiv kein Pandemie-Treiber gewesen ist“, bekräftigt Michael Buller. „Die von der Politik verbreitete Angst vor dem Tourismus ist überhaupt nicht mehr belegbar.“

Michael Buller wirft den politisch Verantwortlichen „absolute Konzeptlosigkeit“ vor. Er betont, dass in einem Lockdown, der seit fünf Monaten läuft und zu einer dritten Welle geführt habe, die Maßnahmen grundsätzlich überdacht werden müssten. „In der Wirtschaft hätte dies schon längst jedes Unternehmen getan und man würde nicht in absoluter Untätigkeit gegenüber der Tourismuswirtschaft verharren.“

Der VIR-Vorstand weiter: „Der Politik liegen auch unzählige Hygiene- und Öffnungskonzepte touristischer Verbände und Unternehmen vor, die mit stoischer Beharrlichkeit noch nicht einmal diskutiert, sondern schlichtweg missachtet werden“, so der Verbandsvorsitzende.

Seine klare Forderung: „Die Bundesregierung muss endlich in Sachen Impfungen und Testungen ihrer Verantwortung gegenüber der Bevölkerung gerecht werden, und auch der Tourismuswirtschaft eine Perspektive eröffnen – und damit aufhören, weiterhin Provokation gegen den Tourismus zu betreiben.“

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Bild: Canva Pro / Getty Images

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