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25 Jahre visitBerlin: Eine beispiellose Erfolgsgeschichte - mit Folgen

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Vor 25 Jahren, im April 1993 wurde visitBerlin, damals Berlin Tourismus Marketing GmbH, als erstes deutsches Public-Private-Partnership im Tourismus gegründet. Die Entwicklung Berlins zum internationalen Trendziel nach dem Mauerfall ist mit kaum einer anderen Stadt zu vergleichen.

Vor 25 Jahren wurde ein richtungsweisendes Unternehmensmodell zum Vorteil der Stadt aus der Taufe gehoben: Berlin ist heute weltweit als europäische Top-Destination bekannt und rangiert in Europa auf Platz drei nach London und Paris. Mit einem jährlichen Umsatz von 11,6 Milliarden Euro pro Jahr sind Tourismus und Kongresse einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Berlin.
 
Ramona Pop, Berlins Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Ich gratuliere visitBerlin herzlich zum Jubiläum. Es war eine gute, zukunftsorientierte Entscheidung, dass Berlin im Jahr 1993 gemeinsam mit Partnern aus der Berliner Wirtschaft eine eigenständige Gesellschaft für das Hauptstadt-Marketing gegründet hat. Das professionelle Tourismusmarketing von visitBerlin hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Attraktivität unserer Stadt in einer stetig wachsenden Zahl von BesucherInnen aus Deutschland und aller Welt niederschlägt.“
 
Oliver Schumacher, Aufsichtsratsvorsitzender von visitBerlin: „Ich danke den Kolleginnen und Kollegen bei visitBerlin, die in der ganzen Stadt vernetzt und weltweit für Berlin unterwegs sind. Ein Dankeschön geht auch an die vielen Partner und Institutionen, mit denen visitBerlin seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet – ein Miteinander, das trägt.“
 
„visitBerlin ist ein kleiner Puzzlestein“, sagt visitBerlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker. „Unser Job ist es, den Vorhang zur Seite zu ziehen und die Welt für Berlin mit seinen Menschen, seiner Atmosphäre und Kultur zu begeistern.“

Besucherentwicklung 1993 bis heute
 

Zum Start im Jahr 1993 zählte die Statistik rund drei Millionen BesucherInnen sowie 7,3 Millionen Übernachtungen in Berlin. Inzwischen übernachten jährlich rund 13 Millionen Gäste über 31 Millionen Mal in der Stadt. Auch als Kongressdestination ist Berlin gefragt: Die deutsche Hauptstadt positioniert sich seit mehr als zehn Jahren unter den Top 5 der internationalen Kongressmetropolen.
 
Das touristische Marketing bei visitBerlin wurde in den letzten Jahren um weitere Aufgaben ergänzt: Die nachhaltige Entwicklung und Steuerung des Tourismus seien ebenfalls in den Fokus gerückt. Im Austausch mit anderen Metropolen habe visitBerlin maßgeblich dazu beigetragen, dieses Thema weiterzuentwickeln. Aus den so gewonnen Erkenntnissen entstand eine Studie, die Grundlage für das aktuelle Tourismuskonzept des Berliner Senats ist.

Das Unternehmen visitBerlin
 

Die Welt für Berlin begeistern – mit dieser Mission wirbt visitBerlin mittlerweile in über 50 Ländern. Mehr als 200 MitarbeiterInnen sind in der Hauptstadt und auf allen Kontinenten aktiv, um Berlin als Tourismus- und Kongressmetropole zu positionieren. Hunderte von Events weltweit nutzt visitBerlin für Berlin-Werbung, zahlreiche internationale Journalisten und Blogger werden auf ihren Recherchereisen in der Stadt durch visitBerlin betreut. Zudem akquiriert das 2001 gegründete Berlin Convention Office von visitBerlin Tagungen, Messen und Kongresse für die deutsche Hauptstadt.
 
visitBerlin ist auch als Reiseveranstalter aktiv und erwirtschaftet damit einen Großteil seines Etats selbst. Das Unternehmen betreibt sieben Berlin Tourist Infos und verantwortet Berlins offizielles Reiseportal, visitBerlin.de.

Overtourism-Symptome

Seit einigen Jahren hat Berlin aber auch mit den Folgeerscheinungen des gewachsenen Tourismus zu kämpfen. Es zeigen sich Symptome des Overtourism. Der Unmut der Berliner über die Touristen wächst, die Proteste werden lauter. Gentrifizierung und "Airbnbsierung" kommen hinzu. Mit einem neuen Tourismuskonzept versucht die Stadt gegenzusteuern. Ob dies tatsächlich den gewünschten Effekte erzeugt, ist fraglich. Touristische Hot Spots werden durch Verteilungsmaßnahmen kaum entlastet werden, auch dann nicht, wenn sie als vermeintliche Insidertipp gelten. Die Konflikte werden bleiben und erfordern möglicherweise neue, auch radikalere Strategien. Palma de Mallorca hat es gerade vorgemacht und etwa Airbnb in der Stadt komplett durch Verbote gestoppt.

Ebenso sicher ist aber ein weiteres Wachstum des Tourismus. Die Stadt hat nicht viele Erfolgsgeschichten vorzuweisen, weshalb der Tourismus natürlich auch gerne nach vorne geschoben wird. Für visitBerlin als Aufgabenstellung ist dies die sprichwörtliche Quadratur des Kreises. Die nächsten 25 Jahre dürften spannend werden.

http://about.visitBerlin.de/25-Jahre-visitBerlin