Linz Tourismus: CENTOURIS untersucht Tourismusakzeptanz in der Destination Linz

Linz Tourismus hat CENTOURIS, das Institut der Universität Passau, mit einer Tourismusbewusstseinsstudie für die Destination Linz beauftragt. Die Untersuchung sollte zeigen, wie die Bevölkerung den Tourismus wahrgenommen hat und welche Rolle er für die weitere Destinationsentwicklung spielt.

Für die Studie befragte CENTOURIS Einwohnerinnen und Einwohner ab 15 Jahren in Linz, Ansfelden und Kirchschlag. Die Erhebung lief von 29. Januar bis 9. März 2026. In die Auswertung flossen gewichtet 536 Fälle ein.

Nach Angaben von CENTOURIS ist das Stimmungsbild deutlich positiv ausgefallen. Mehr als 70 Prozent der Befragten sollen die Auswirkungen des Tourismus auf die Destination Linz als eher oder überwiegend positiv bewertet haben. Der Tourismusakzeptanzsaldo sei bei +68 gelegen. Nur 0,3 Prozent der Befragten sollen angegeben haben, dass es zu viele Touristinnen und Touristen gab.

Die Studie benannte auch die Bereiche, in denen die Bevölkerung Vorteile gesehen hat. 67 Prozent der Befragten sollen auf zusätzliche kulturelle Veranstaltungen verwiesen haben. Jeweils 54 Prozent sollen ein breiteres gastronomisches Angebot genannt haben, mehr Freizeitmöglichkeiten sowie eine belebtere Innenstadt und mehr Veranstaltungen im öffentlichen Raum. Damit habe Tourismus aus Sicht vieler Befragter nicht nur wirtschaftlich, sondern auch auf das städtische Angebot und die Aufenthaltsqualität gewirkt.

„Tourismusakzeptanz entsteht nicht automatisch. Sie hängt stark davon ab, ob die Bevölkerung konkrete Mehrwerte erkennt und ob touristische Entwicklung mit Lebensqualität vor Ort verbunden wird“, sagte Dr. Stefan Mang, Geschäftsführer von CENTOURIS. „Die Ergebnisse in Linz zeigen eine sehr gute Ausgangssituation – und zugleich, wie wichtig es ist, solche Entwicklungen regelmäßig zu beobachten und datenbasiert weiterzudenken.“

Auch Brigitte Franz von CENTOURIS verwies auf die Bedeutung der Ergebnisse für die Stadt. „Unsere Auswertung macht deutlich, dass Tourismus von den Einheimischen nicht nur als Angebot für Gäste wahrgenommen wird, sondern auch als Impuls, der die eigene Lebensqualität in der Stadt stärkt“, sagte sie.

Laut Linz Tourismus ordnete sich die Untersuchung in die Destinationsstrategie 2030 ein. Künftig sollen die Ergebnisse regelmäßig fortgeschrieben werden, um Entwicklungen vergleichbar zu machen und Maßnahmen gezielt anzupassen. Die Daten zeigten zudem Handlungsbedarf bei der Information und Einbindung der Bevölkerung sowie bei der Bekanntheit und Nutzung einzelner touristischer Angebote.

Die Studie machte damit sichtbar, welche Bedeutung die Perspektive der Bevölkerung für die Tourismusentwicklung hat. Sie zeigte nach Angaben von CENTOURIS nicht nur den Grad der Akzeptanz, sondern auch Erwartungen und mögliche Spannungsfelder. Damit lieferte sie eine Grundlage für die weitere Entwicklung der Destination Linz.

Weitere Informationen: Willkommen in Linz! » Linz Tourismus und Exzellent forschen und studieren – Universität Passau

Bild © Linz Tourismus – (v.l.n.r.) Dr. Stefan Mang, Geschäftsführer CENTOURIS, Brigitte Franz, Projektleiterin CENTOURIS, Doris Lang-Mayerhofer, Stadträtin für Kultur, Tourismus und Kreativwirtschaft, Dieter Recknagl, Aufsichtsratsvorsitzender von Linz Tourismus, Marie-Louise Schnurpfeil, Geschäftsführerin Linz Tourismus.