DTV und FH Westküste: Neuer Urlaubsplanungsindex zeigt stabile Reiseabsichten für den Sommer 2026
Das Deutsche Institut für Tourismusforschung an der FH Westküste und der Deutsche Tourismusverband haben mit dem Urlaubsplanungsindex erstmals ein Instrument zur Messung kurzfristiger Urlaubsreiseabsichten in Deutschland vorgestellt. Für den Sommer 2026 erreichte der Index einen Gesamtwert von 106 Punkten. Als Referenz diente der Herbst 2025 mit dem Basiswert 100.
Vor allem Auslandsreisen haben an Bedeutung gewonnen. Der UPI-Wert für Reisen ins Ausland sei bei 111 Punkten gelegen. Für Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands habe der Index mit 101 Punkten ebenfalls eine leicht erhöhte Nachfrage ausgewiesen.
62 Prozent der Deutschen sollen in den kommenden drei Monaten mindestens eine Urlaubsreise unternehmen wollen. 42 Prozent sollen eine Reise innerhalb Deutschlands geplant haben. 40 Prozent sollen eine Auslandsreise beabsichtigt haben. Nach Angaben der Projektpartner ist die Nachfrage nach Inlandsurlaub damit auch in der Hauptreisezeit hoch geblieben.
Die gestiegenen Kerosin- und Spritpreise wirkten sich auf die kurzfristige Urlaubsplanung nur begrenzt aus. 87 Prozent der Befragten sollen darin keine Auswirkung auf ihre Reisepläne für den Sommer 2026 gesehen haben. 13 Prozent sollen ihre Planung angepasst haben. Sie veränderten vor allem ihr Reiseziel oder die Zahl der geplanten Reisen. Zwei Prozent sollen angegeben haben, ganz auf eine Urlaubsreise verzichten zu wollen.
„Zusammen mit dem DTV entwickeln wir mit dem UPI ein Instrument, das die kurzfristigen Urlaubsreiseabsichten der Deutschen misst. Angelehnt an die Jahreszeiten zeigt der UPI viermal im Jahr auf, wie viele Urlaubsreisen die Deutschen beabsichtigen, in den nächsten drei Monaten zu unternehmen. Beginnend mit einem indizierten Referenzwert von 100 für die Urlaubsreiseabsichten für den Herbst 2025 kann für den Sommer 2026 ein UPI-Wert von 106 ermittelt werden. Erwartungsgemäß wird im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten im Sommer die Nachfrage nach Urlaubsreisen ins Ausland deutlich zunehmen. Insgesamt überwiegt jedoch auch im Sommer die Zahl der inländischen Urlaubsreisen. Insbesondere die Nachfrage nach Reisezielen in Küsten- und Mittelgebirgsregionen liegt noch höher als in den anderen Jahreszeiten. Und ganz aktuell: Für 87 Prozent der Befragten haben die erhöhten Kerosin- und Spritpreise keine Auswirkung auf ihre kurzfristige Urlaubsreiseplanung für den Sommer 2026. Dies verdeutlicht die hohe Konsumpriorität, die sommerliche Urlaubsreisen bei den Deutschen genießen“, sagte Bernd Eisenstein, Direktor des Deutschen Instituts für Tourismusforschung.
Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, sagte: „Die Ergebnisse zeigen, dass die touristischen Regionen in Deutschland weiterhin auf eine starke Nachfrage bauen können. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist das ein wichtiges Signal für Städte, Gemeinden und Unternehmen vor Ort. Die hohe Reisebereitschaft darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Deutschlandtourismus auf diesen guten Voraussetzungen nicht ausruhen kann. Damit die Destinationen ihre Attraktivität langfristig sichern können, braucht es verlässliche Investitionen in Infrastruktur, Mobilität und touristische Angebote. Die Wettbewerbsfähigkeit des Deutschlandtourismus entscheidet sich nicht zuletzt an den Rahmenbedingungen, die Bund, Länder und Kommunen schaffen“
Der Urlaubsplanungsindex ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Deutschen Instituts für Tourismusforschung an der FH Westküste und des Deutschen Tourismusverbandes. Er basiere auf repräsentativen Befragungen der deutschsprachigen Wohnbevölkerung und erscheine viermal pro Jahr.
Weitere Informationen: Deutscher Tourismusverband: Wir machen den Tourismus stark. In Deutschland.
Bild © DTV Deutscher Tourismusverband
