„Vienna For All“ unterstützt Wiener Tourismusbetriebe bei Barrierefreiheit
Wien hat mit der digitalen Toolbox „Vienna For All“ ein neues Lernangebot für mehr Barrierefreiheit in der Visitor Economy bereitgestellt. Entwickelt haben es WienTourismus, die Stadt Wien, die Wirtschaftskammer Wien und myAbility. Das Angebot soll Wiener Betriebe dabei unterstützen, Barrierefreiheit im Arbeitsalltag einfacher umzusetzen. Es gehörte zum Aktionsprogramm „Barrierefreiheit“ der Visitor Economy Strategie „Optimum Tourism“.
Anlass war auch die Austragung der Nationalen Sommerspiele der Special Olympics in Wien. Die Spiele fanden von 25. bis 30. Juni 2026 statt. Nach 28 Jahren war Wien damit wieder Gastgeber der Veranstaltung. Erwartet worden seien rund 1.800 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Österreich. Die Bewerbe fanden in 19 Sportarten an zwölf Standorten statt.
Die Toolbox richte sich an Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Veranstaltungswirtschaft. Sie umfasse sieben Module. Diese sollen Grundlagen der Barrierefreiheit, rechtliche Fragen, den Erstkontakt mit Gästen, Buchung, Infrastruktur, Zugang, Empfang, Beherbergung sowie Gastronomie behandeln. Ergänzend sollen Checklisten und Praxisbeispiele zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Projektpartner soll das Angebot konkrete Maßnahmen vermitteln, die Betriebe direkt anwenden können. Die Toolbox sei auf Deutsch und Englisch verfügbar.
Barbara Novak, Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales, sagte: „Wien ist First Mover für inklusive Großevents. Mit einer klaren Vorreiterrolle verankert die Stadt Wien Barrierefreiheit nachhaltig und stärkt damit ihre Position als offene, zukunftsorientierte Stadt für alle.“
Norbert Kettner, Geschäftsführer des WienTourismus, erklärte: „Die Zukunft des Tourismus ist inklusiv. Wer heute in Barrierefreiheit investiert, gestaltet die Destination von morgen. Denn wir sind überzeugt: Barrierefreiheit ist mehr als eine Frage der Fairness – sie ist ein zentraler Qualitätsfaktor und Wettbewerbsvorteil für nachhaltigen Tourismus.“
Dominic Schmid, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien, ergänzte: „Erfolgreiche Unternehmer:innen denken inklusiv – und das mit gutem Grund. Wer die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt, kann mit Sicherheit und Selbstvertrauen handeln.“
Nach Angaben von Eurostat sollen in Europa rund 100 Millionen Erwachsene mit einer Behinderung leben. Mit Blick auf die demografische Entwicklung habe Barrierefreiheit damit auch für touristische Angebote an Bedeutung gewonnen. Nach Einschätzung der Projektpartner kann sie neue Zielgruppen erschließen und die Qualität touristischer Angebote für Gäste und Bevölkerung verbessern.
Weitere Informationen: WienTourismus – B2B Infos vom Wiener Tourismusverband – b2b.wien.info
Bild © Stadt Wien/Bubu Dujmic – Mit der digitalen Toolbox „Vienna For All“ Barrierefreiheit einfach und wirksam umsetzen: Barbara Novak (Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales) gemeinsam mit Norbert Kettner (rechts; Geschäftsführer des WienTourismus) und Dominic Schmid (Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien).
