Gipfeltreffen diskutiert Sichtbarkeit von Erlebnisangeboten in der digitalen Reiseplanung

Auf dem Predigtstuhl in Bad Reichenhall kamen Betriebe des Erlebnispartner-Netzwerks zu einem Gipfeltreffen zusammen. Der Tourismus Oberbayern München e.V. hatte es gemeinsam mit Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing und der Predigtstuhlbahn Freizeit- und Erlebnisbetriebe organisiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie touristische Erlebnisangebote in einer digital geprägten Reiseplanung gefunden werden.

Das Erlebnispartner-Netzwerk bestehe seit 2025 und ergänze die touristischen Regionen im TOM e.V. Der Verband rückte damit Freizeit- und Erlebnisbetriebe stärker in den Blick, weil sie die touristische Vielfalt Oberbayerns mitprägten. Die Akteure sollen sich besser vernetzen, ihre Bedeutung für den Tourismus deutlicher zeigen und gemeinsame Chancen nutzen.

Isabell Decker, Tourismusexpertin und Managing Partner der Saint Elmo’s International GmbH, sprach in ihrer Keynote „Erlebnis-Strahlkraft für Oberbayern“ über den Einfluss künstlicher Intelligenz auf die Reiseplanung. Sie zeigte, welche Möglichkeiten sich für Anbieter in Oberbayern daraus ergeben. Leitfrage war, wie Angebote in KI-Empfehlungen auftauchen und Reisende anschließend zur Buchung bewegen.

Decker betonte: „Wer in KI nicht erscheint, ist für den Gast nicht sichtbar! Ein „empfehlenswerter Ort“ muss für KI verständlich, glaubwürdig, vergleichbar und technisch buchbar sein. Deshalb müssen Marken, Daten, Technologie und das tatsächliche Gästeerlebnis miteinander verbunden werden!“

Gut strukturierte Angebotsdaten, die auf allen Kanälen übereinstimmen, bildeten dafür das Fundament. Anhand konkreter Prüfschritte und Empfehlungen erläuterte Decker, wie Betriebe ihre Online-Präsenz ausbauen und Gäste vom ersten Hinweis bis zur Buchung begleiten.

Zwei Beispiele aus Oberbayern veranschaulichten, wie neuartige Angebote aussehen können und wem digitale Neuerungen nützen. Robert Seibold von Bergerlebnis Berchtesgaden präsentierte das Watzmobil. Zusätzliche, flexible Fahrten sollen den Linienverkehr ergänzen und sich über eine App unkompliziert reservieren lassen. Dadurch steige die Mobilität von Gästen und Einheimischen in der Region auf Dauer.

Andreas Grugger stellte das E-Ticketing der Erlebniswelt Hans-Peter Porsche Traumwerk vor. Die bisherigen Erfahrungen des Hauses zeigten, dass Online-Tickets überdurchschnittlich zum Umsatz beigetragen haben. Wer sein Ticket schon vor dem Besuch bezahlte, gab vor Ort spürbar mehr aus. Das Traumwerk plante, den Kauf künftig noch einfacher, mobil und ohne Medienbruch zu ermöglichen.

Das eCoach-Programm des TOM e.V. war ein zentraler Baustein. Geschulte eCoaches sollen Betrieben bei Website, Onlinebuchung, Social Media, Bewertungen, Google-Unternehmensprofilen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz helfen. Für jeden Betrieb sei ein kostenfreier Digital-Check durch die eCoaches möglich.

Zudem stellte der TOM e.V. unter „Echt Wissenswert“ Web-Seminare, Workshops und E-Learning bereit. Mitgliedsregionen und deren Betriebe nutzten diese Angebote ohne Kosten.

Auf dem Gipfeltreffen klärten Teilnehmende in persönlichen Coachings offene Fragen und nahmen praktische Impulse für ihren Betrieb mit. Das Format verband Fachwissen mit konkreter Hilfe und förderte den Austausch im Netzwerk.

Oswald Pehel, Geschäftsführer des TOM e.V., erklärte: „Mit dem Erlebnispartner-Netzwerk haben wir unsere bestehende Netzwerkarbeit gezielt erweitert. Denn neben den touristischen Regionen sind es auch die Freizeit- und Erlebnisanbieter, die Oberbayern für Gäste erlebbar machen und einen wichtigen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung leisten. Wir wollen diese Betriebe vernetzen, ihre Sichtbarkeit stärken und sie bei zentralen Zukunftsfragen unterstützen. Mit unseren eCoaches und Formaten wie dem Gipfeltreffen schaffen wir dafür konkrete Angebote und bringen Wissen, Erfahrung und neue Perspektiven zusammen.“

Das Treffen zeigte, wie der TOM e.V. Betriebe bei der digitalen Entwicklung begleiten und die Zusammenarbeit in der Branche ausbauen will. Wissensvermittlung, persönliche Beratung und Vernetzung sollen Oberbayerns Erlebnisangebote auch künftig am Markt stark aufstellen.

Weitere Informationen: Home – Tourismus Oberbayern Partnernetz

Bild © Oberbayern/Anna Gruber – Gipfeltreffen der Erlebnispartner