Berlin verzeichnet 5,9 Millionen Gäste im ersten Halbjahr

Berlin zählte von Januar bis Juni 2026 rund 5,9 Millionen Gäste. Damit erreichte die Hauptstadt nahezu das Niveau des Vorjahres, als das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg rund 6 Millionen Gästeankünfte registrierte. Gleichzeitig sank die Zahl der Übernachtungen um 2,7 Prozent auf 13,6 Millionen. Im ersten Halbjahr 2025 kamen 13,9 Millionen Übernachtungen zusammen.

Die Gäste sollen sich durchschnittlich 2,3 Tage in Berlin aufgehalten haben. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlichte die Zahlen in seiner aktuellen Halbjahresbilanz. Die Entwicklung der Übernachtungen spiegelte nach Angaben der Bilanz die angespannte wirtschaftliche Situation in den internationalen Quellmärkten wider.

Deutschland gewinnt an Bedeutung

Der deutsche Markt entwickelte sich gegen den internationalen Trend. Die Zahl der Gäste aus Deutschland sei um 1,8 Prozent auf 3,9 Millionen gestiegen. Sie sollen für 8,3 Millionen Übernachtungen gesorgt haben. Damit habe das Ergebnis nur 0,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahres gelegen.

Jürgen Amann, Geschäftsführer von visitBerlin, sagte: „Die nahezu stabile Zahl der Gäste zeigt, dass Berlin eine starke Anziehungskraft besitzt. Mit den großen Messen wie der IFA oder der Innotrans, Sportevents und Kongressen im zweiten Halbjahr hat Berlin gute Voraussetzungen, zusätzliche Nachfrage zu gewinnen und neue Zielgruppen anzusprechen.“

Sabine Wendt, Geschäftsführerin von visitBerlin, sagte: „Für Berlin ist es wichtig, aufmerksamkeitsstarke Reiseanlässe und attraktive Angebote zu entwickeln, die Berlin als Reiseziel noch erlebnisreicher machen und Gäste zu längeren Aufenthalten motivieren. Damit stärken wir die Wertschöpfung für die Stadt und schaffen nachhaltige Impulse für den Tourismus“.

Auslandsnachfrage geht zurück

Aus dem Ausland seien im ersten Halbjahr rund 2 Millionen Gäste gekommen. Das seien 4,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum gewesen. Die Zahl der Übernachtungen internationaler Gäste sei um 6,4 Prozent auf 5,2 Millionen gesunken.

Das Vereinigte Königreich blieb der wichtigste Auslandsmarkt. Von dort seien 564.000 Übernachtungen auf Berlin entfallen. Die Zahl sei um 5,7 Prozent zurückgegangen. Gäste aus den USA sollen 511.000 Übernachtungen gebucht haben, 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Aus den Niederlanden seien 361.000 Übernachtungen gekommen. Das habe einem Plus von 2,3 Prozent entsprochen.

Veranstaltungen sollen Nachfrage im zweiten Halbjahr erhöhen

Für die zweite Jahreshälfte erwartete visitBerlin zusätzliche Nachfrage durch Messen, Sportveranstaltungen, Kongresse und Kulturangebote. Die IFA finde vom 4. bis 8. September statt. Ebenfalls vom 4. bis 13. September richte Berlin den FIBA Women’s Basketball World Cup aus.

Vom 22. bis 25. September folge die InnoTrans. Am 26. und 27. September stehe der BMW Berlin-Marathon auf dem Veranstaltungskalender. Das Festival of Lights laufe vom 9. bis 18. Oktober.

Mit dem World Health Summit folge vom 11. bis 13. Oktober ein internationaler Gesundheits- und Wissenschaftskongress. Die Neurowoche finde vom 4. bis 7. November statt. Sie verbinde mehrere medizinische Fachkongresse.

Die Berlin Freedom Week stehe vom 7. bis 14. November im Zeichen von Freiheit und Demokratie. Die Berlin Freedom Conference bilde am 10. November einen Höhepunkt. Ab Ende November sollen die Weihnachtsmärkte in den Berliner Bezirken das Veranstaltungsangebot ergänzen.

Vom 9. bis 12. Dezember tage der European Headache Congress in Berlin. Der Kongress bringe internationale Fachleute aus der Kopfschmerzforschung zusammen.

Weitere Informationen: Alles über Berlins offizielle Tourismus- und Kongressorganisation | about.visitBerlin.de

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