Bayerns Heilbäder starten Longevity-Initiative mit drei Programmstufen
Bayerns Heilbäder haben ihr Angebot für gesundes Altern ausgebaut. Unter dem Titel „Longevity – Gesundheit, die bleibt“ bündelte der Bayerische Heilbäder-Verband neue Präventionsangebote. Sie griffen auf jahrhundertelange Kurerfahrung, natürliche Heilmittel und moderne Vorsorgemedizin zurück. Das Ziel: mehr Lebensjahre bei guter Gesundheit, Aktivität und Selbstbestimmung.
Die internationale Anti-Aging-Branche setzte häufig auf kostspielige Hightech-Methoden, Nahrungsergänzungsmittel und das Versprechen einer längeren Lebensspanne. Die Heilbäder verfolgten einen anderen Weg.
„Die entscheidende Frage ist nicht allein, wie alt wir werden, sondern wie viele dieser Jahre wir gesund und selbstbestimmt erleben können“, sagte Peter Berek, Präsident des Bayerischen Heilbäder-Verbands. Der Verband vertrete mehr als 70 Heilbäder, Kurorte und Kurbetriebe im Freistaat. „Unsere Heilbäder haben beste Voraussetzungen, um darauf Antworten zu geben. Denn Gesundheitsvorsorge gehört seit Generationen zu ihren Kernkompetenzen.“
Drei Stufen für mehr gesunde Lebensjahre
Die Initiative umfasste drei Stufen. Sie reichten von Kurzaufenthalten über zwei bis drei Nächte bis zu medizinisch begleiteten Präventionsprogrammen von etwa zwei Wochen. Ausgangspunkt war ein standardisierter, wissenschaftlich abgesicherter Gesundheitsfragebogen. Je nach Stufe folgten weitere Untersuchungen und persönliche Beratungen.
Die höchste Stufe umfasste zudem einen Pheno-Age-Test per Blutprobe. Dieser errechnete aus mehreren Blutwerten einen Richtwert für das biologische Alter und mögliche Gesundheitsrisiken.
Thomas Jahn, Kurdirektor in Bad Aibling und Longevity-Verantwortlicher des Verbands, sagte: „Die Bausteine sind vielfach seit Langem bekannt und erprobt. Neu ist, dass wir sie sehr viel gezielter auf den einzelnen Menschen abstimmen.“ Wer unter Stress stehe, brauche andere Maßnahmen als jemand, der Herz und Kreislauf stärken, Gewicht verlieren oder besser schlafen möchte. „Unsere Longevity-Programme sind ganzheitlich angelegt und werden individuell auf jeden Teilnehmer zugeschnitten“, so Jahn. „Auf Grundlage eines Gesundheitsfragebogens und ergänzender Untersuchungen setzen wir persönliche Schwerpunkte. Entscheidend ist, dass die Teilnehmer das Gelernte anschließend dauerhaft in ihren Alltag integrieren.“
Gesundheitsvorsorge statt exklusiver Anti-Aging-Versprechen
„Longevity darf kein exklusives Gesundheitsversprechen für wenige sein“, betonte Frank Oette, Geschäftsführer des Verbands. „Unser Anspruch ist es, wissenschaftlich fundierte Prävention mit konkreten, alltagstauglichen Angeboten zu verbinden. Die bayerischen Heilbäder können dabei ihre besonderen Stärken ausspielen.“
Mit einer Kampagne wollte der Verband zusammen mit seiner Tochtergesellschaft Gesundes Bayern Tourismus Marketing GmbH die Heilbäder als Kompetenzzentren für gesundes Altern etablieren. Im Fokus standen gesundheitsbewusste Menschen, die früh und aktiv in ihre Gesundheit investieren wollen.
Longevity in der Praxis
Die Programme sollen Muskeln aufbauen, Stress abbauen, den Stoffwechsel anregen und Risiken früh erkennen. Fünf bayerische Kurorte sollen bereits erste Angebote haben. Weitere sollen folgen.
In Bad Aibling kombinierte das Programm „Longevity Booster“ individuelles Training mit Ernährungsberatung, Yoga, Qigong und Anwendungen mit Naturmoor. Intensivere Programme umfassten eine mehrmonatige Nachbetreuung, die gesunde Gewohnheiten im Alltag festigte.
Im fränkischen Bad Staffelstein begann der Weg mit einer Bestandsaufnahme. Blutdruck, Blutzucker und weitere Werte bildeten die Basis für einen persönlichen Präventionsplan. Thermalsole-Anwendungen ergänzten das Angebot. Die höchste Stufe schloss einen Pheno-Age-Bluttest zur Ermittlung eines biologischen Altersindikators ein.
Im oberfränkischen Bad Weißenstadt am See ermittelten Fachleute Muskelmasse, Belastbarkeit und Stressniveau. Dazu kamen Kneipp-Anwendungen, Bewegung und individuelle Coachings.
Im oberbayerischen Bad Bayersoien haben sich medizinische Untersuchungen und Stoffwechselanalysen mit Mooranwendungen verbunden.
Im Allgäu rückten in Füssen und Hopfen am See Gesundheitsdiagnostik und individuelles Training vor der Bergkulisse in den Vordergrund. Die Gäste sollten mit konkreten Strategien heimkehren und langfristig gesünder leben.
Weitere Informationen: Bayerisch gsund | GESUNDES BAYERN
Bild © Gesundes Bayern Tourismus Marketing GmbH/Daniel Zangerl – Natürliche Heilmittel treffen auf moderne Präventionsmedizin: Anwendungen mit Naturmoor sind ein Baustein der neuen Longevity-Angebote in Bayerns Heilbädern. Sie sollen dazu beitragen, die Gesundheit zu stärken und möglichst viele Lebensjahre gesund und aktiv zu verbringen.
