Center Parcs: Prüfphase für möglichen Ferienpark im Lausitzer Seenland beginnt
Center Parcs hat den Bau eines Ferienparks im brandenburgischen Lausitzer Seenland untersucht. Das Unternehmen hat dafür ein rund 90 Hektar großes Grundstück an den Ufern des Partwitzer und Sedlitzer Sees gesichert. In den kommenden 18 Monaten soll eine erste Prüfphase klären, ob das Vorhaben umgesetzt werden kann.
Der geplante Standort gehörte zu einer früheren Bergbaufläche. Rekultivierung und Renaturierung haben die Landschaft in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Heute sollen Seen, Naturflächen und Freizeitangebote das Lausitzer Seenland prägen. Center Parcs hat in dieser Entwicklung Potenzial für ein neues touristisches Angebot gesehen.
„Nach intensiver Suche, ersten orientierenden Gesprächen und der Sicherung eines geeigneten Grundstücks freuen wir uns, heute bekanntzugeben, dass wir die Entwicklung eines möglichen Ferienparks im Lausitzer Seenland näher prüfen werden“, erklärte Frank Daemen, Managing Director Center Parcs Germany. „Wir sehen großes Potenzial in der Region und möchten nun gemeinsam mit den relevanten Akteuren untersuchen, ob und wie sich hier ein Ferienpark entwickeln lässt, der die Stärken der Region aufgreift und langfristig einen Mehrwert für Tourismus, Beschäftigung und regionale Entwicklung schaffen kann.“
Nach den bisherigen Planungen soll der Ferienpark zwischen 500 und 700 Ferienhäuser umfassen. Restaurants sowie Freizeit- und Sporteinrichtungen sollen das Angebot ergänzen. Der Betreiber plane zudem Aktivitäten für Familien. Die laufenden Untersuchungen sollen zeigen, wie sich das Konzept konkret ausgestalten lasse.
Center Parcs will die natürlichen Strukturen des Standorts in die Planung einbeziehen. Nachhaltigkeit, eine naturnahe Gestaltung und der Schutz der Biodiversität sollen nach Angaben des Unternehmens zu den zentralen Planungsthemen gehören.
Das Unternehmen veranschlagte für die mögliche Umsetzung rund 300 Millionen Euro. Ein Ferienpark mit ganzjährigem Betrieb könnte nach Einschätzung von Center Parcs zusätzliche Nachfrage für regionale Unternehmen erzeugen. Dazu sollen Betriebe aus Handwerk, Handel, Gastronomie, Freizeitwirtschaft und Dienstleistungen zählen. Zudem könnten Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung entstehen.
Die Projektentwicklung soll Center Parcs mit Kommunen, Behörden und weiteren Akteuren aus der Region abstimmen. Dabei will das Unternehmen die Planung an die örtlichen Gegebenheiten sowie an die Anforderungen von Natur und Umwelt anpassen.
Zu Beginn sollen Machbarkeitsstudien, Umweltprüfungen und Raumplanungsverfahren auf dem Programm stehen. Auch die Raumverträglichkeit des Vorhabens soll geprüft werden. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für weitere Planungs- und Genehmigungsschritte bilden.
Eine Entscheidung über die weitere Entwicklung stehe noch aus. Einen Eröffnungstermin nannte Center Parcs daher bislang nicht.
Weitere Informationen: Center Parcs – Lausitzer Seenland
Bild © TMB-Fotoarchiv / Steffen Rasche Fotografie
