Destatis: Reisende aus Deutschland setzen 2025 stärker auf Ziele im Inland
Die Reiseaktivität der Menschen in Deutschland hat sich 2025 zugunsten des Inlandstourismus verschoben. Insgesamt unternahmen sie 274 Millionen private und geschäftliche Reisen mit mindestens einer Übernachtung. Das entsprach einem Rückgang von 1,1 Prozent gegenüber 2024. Während die Zahl der Inlandsreisen deutlich stieg, verzeichneten Auslandsreisen einen Rückgang.
Für Ziele innerhalb Deutschlands habe das Statistische Bundesamt 169 Millionen Reisen registriert. Das seien 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr und 5,0 Prozent mehr als 2019 gewesen. Die Zahl der Auslandsreisen sei dagegen auf 105 Millionen gesunken. Im Vergleich zu 2024 habe sich ein Rückgang von 8,3 Prozent ergeben. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 sei die Zahl jedoch um 5,4 Prozent höher gelegen.
Italien führte die Rangliste der internationalen Reiseziele an. 12,4 Prozent aller Auslandsreisen aus Deutschland sollen 2025 dorthin geführt haben. Österreich habe einen Anteil von 11,1 Prozent erreicht, Spanien 10,9 Prozent. Frankreich sei auf 8,3 Prozent gekommen und die Niederlande auf 7,7 Prozent. Diese fünf Länder sollen seit zehn Jahren die vorderen Plätze unter den Auslandszielen belegt haben, auch wenn sich ihre Reihenfolge verändert habe.
Geschäftsreisen treiben Inlandsergebnis
Die Entwicklung bei den Geschäftsreisen beeinflusste vor allem die Bilanz des Inlandstourismus. 2025 sollen Reisende aus Deutschland 41 Millionen Geschäftsreisen unternommen haben. Gegenüber 2024 sei die Zahl um 10,5 Prozent gestiegen. Damit sollen nur 0,2 Prozent zum Niveau von 2019 gefehlt haben.
Private Reisen seien auf rund 233 Millionen gekommen. Ihre Zahl habe 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Im Vergleich zu 2019 soll sie dennoch um 6,2 Prozent zugenommen haben.
Auto dominiert bei mehrtägigen Reisen
Das Auto blieb das wichtigste Verkehrsmittel für Reisen mit mindestens einer Übernachtung. Reisende aus Deutschland sollen es bei 60,2 Prozent dieser Reisen genutzt haben. Die Bahn sei auf 19,2 Prozent gekommen, das Flugzeug auf 15,2 Prozent. Reisebusse sollen einen Anteil von 2,7 Prozent erreicht haben.
Das Statistische Bundesamt erfasste die Angaben in der Statistik über die touristische Nachfrage. Informationen zur Methodik bietet die Themenseite Tourismus des Bundesamtes.
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