Streetfood-Format „Meet & Eat“ stärkt Austausch zwischen Gastwelt und Bundestag
Vor dem Reichstagsgebäude in Berlin hat die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) erneut zur Streetfood-Aktion „Meet & Eat“ eingeladen. Gemeinsam mit weiteren Organisationen brachte sie Vertreterinnen und Vertreter aus Bundestag, Bundesregierung und verschiedenen Bereichen der Gastwelt zusammen. Die Veranstaltung sollte den Austausch zwischen Politik und Unternehmen fördern.
Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr vor allem aktuelle wirtschaftspolitische Themen. Dazu zählten die Debatten über die Rentenreform und die Mehrwertsteuer. Nach Angaben der DZG betrafen diese Fragen Unternehmen aus Tourismus, Travel, Hospitality, Foodservice, Catering und Freizeitwirtschaft in besonderem Maße.
DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche. „Die Gastwelt erwirtschaftet jedes Jahr mehr als 480 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung, beschäftigt Millionen Menschen und hält unsere Innenstädte, Regionen und Tourismusstandorte lebendig. Trotzdem wird ihre Bedeutung in vielen wirtschaftspolitischen Debatten noch immer unterschätzt. Das führt in der Folge häufig zu schwierigen Entscheidungen“, erklärte DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge.
Aus Sicht der Denkfabrik verschärfte sich der wirtschaftliche Druck auf viele Betriebe. Als Belastungen nannte sie steigende Personal-, Energie- und Finanzierungskosten, eine anhaltend hohe Bürokratie, schwache Nachfrage sowie politische Diskussionen über Sozialabgaben, Minijobs und die Haushaltslage des Bundes. Trotz erster Entlastungen fehlten nach Angaben der DZG in vielen Unternehmen weiterhin Mittel für Investitionen, neue Angebote und strukturelle Anpassungen.
Beim diesjährigen Treffen sprach die Branche deshalb auch über die geplante Rentenreform und deren mögliche Folgen für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Denkfabrik forderte nach eigenen Angaben mehr Verlässlichkeit in der Politik. „Gerade deshalb ist der persönliche Austausch so wichtig. Gute Standortpolitik entsteht nicht am Reißbrett, sondern im Gespräch mit den Menschen, die täglich Verantwortung für Unternehmen, Beschäftigte und Gäste tragen“, so Klinge.
Die DZG setzte nach eigenen Angaben darauf, den Dialog mit der Bundespolitik über Parteigrenzen und föderale Ebenen hinweg auszubauen. Sie wollte damit stabile Rahmenbedingungen für die Gastwelt erreichen und politische Entscheidungen stärker an der betrieblichen Praxis spiegeln.
An der Aktion beteiligten sich erneut mehrere Organisationen aus der Gastwelt. Dazu gehörten der Verband Deutscher Freizeitsparks und Freizeitunternehmen, der Verband der Fachplaner Gastronomie, der Verband Internet Reisevertrieb, der Bundesverband der Deutschen Incoming-Unternehmen, der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen, das Deutsche Jugendherbergswerk, die Initiative Fair Job Hotels, der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik, der Travel Industrie Club sowie Weitblick Workware.
Weitere Informationen: Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG)
Bild © DZG – In Berlin für die Gaswelt aktiv (von links): Torben Niemann (HKI), Carsten Bick (DZG), Lucas Krusius (VDFU), Dr. Marcel Klinge (DZG), Jürgen Gevers (VDFU), Homeira Amiri (DZG), Oliver Peters (DJH), Michael Buller (VIR), Frank Kienle (HKI) und Gunnar Borg (DJH).
