World Liberty Congress eröffnet europäischen Hauptsitz in Berlin
Der World Liberty Congress eröffnet seinen europäischen Hauptsitz in Berlin. Die Allianz von mehr als 200 Dissident:innen aus über 60 autokratisch regierten Staaten bezieht Räumlichkeiten bei der Robert-Havemann-Gesellschaft in Berlin-Mitte. Der Standort befindet sich unweit des Alexanderplatzes und beherbergt das Archiv der DDR-Opposition.
Der World Liberty Congress war im vergangenen Jahr Mitinitiator der Berlin Freedom Week. Die Veranstaltung findet vom 7. bis 14. November 2026 zum zweiten Mal unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, statt.
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, erklärt: „Berlin als Stadt der Freiheit steht an der Seite aller, die sich weltweit für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte engagieren. Daher freue ich mich, dass der World Liberty Congress seinen europäischen Hauptsitz in Berlin eröffnet und die Berlin Freedom Week im November wieder rund um den Jahrestag des Mauerfalls stattfinden wird. Bei der Berlin Freedom Week treffen sich Menschen aus aller Welt, die sich mutig für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Ich lade alle ein, dabei zu sein – denn es ist unsere gemeinsame Aufgabe, unsere Freiheit und unsere Demokratie zu schützen, zu stärken und zu verteidigen.“
Leopoldo López, Gründer des World Liberty Congress, sagt: „Berlin ist mehr als eine Stadt. Es ist der Ort, an dem die Welt gelernt hat, dass keine Mauer der Kraft von Menschen standhalten kann, die entschlossen sind, in Freiheit zu leben. Heute kehren wir mit dem World Liberty Congress für den Women Liberty Congress und zur zweiten Ausgabe der Berlin Freedom Week zurück – inspiriert von dem Vermächtnis und vom Mut all jener, die sich weltweit weiterhin Diktaturen entgegenstellen. Aus der Stadt der Freiheit heraus bekräftigen wir unser Versprechen, diejenigen zu vereinen, die an vorderster Front für die Freiheit kämpfen, und gemeinsam eine demokratische Zukunft für unsere Länder zu gestalten.“
Rebecca Hernandez Garcia, Geschäftsführerin der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., erklärt: „Mit dem Einzug des World Liberty Congress wird unser Haus zu einem Ort, an dem die Erfahrungen der DDR-Opposition mit denen heutiger Dissidentinnen und Dissidenten aus aller Welt in Dialog treten. Als Archiv der DDR-Opposition verstehen wir es als unsere Verantwortung, Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern sie in die Gegenwart zu tragen. Wir freuen uns darauf, die erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen der Berlin Freedom Week fortzusetzen und von Berlin aus gemeinsam ein starkes Zeichen für Freiheit und Menschenrechte zu setzen.“
Women Liberty Congress bildet Auftakt
Der World Liberty Congress richtet am 7. und 8. November 2026 den „Women Liberty Congress“ aus. Masih Alinejad, Gründerin des World Liberty Congress, erklärt: „Berlin ist der Ort, an dem Mauern fielen, die Freiheit siegte und Geschichte für immer verändert wurde. Es könnte kaum einen passenderen Ort für unseren ersten Women Liberty Congress geben, bei dem mutige Freiheitskämpferinnen aus Diktaturen und repressiven Regimen zusammenkommen, um ihre Geschichten zu teilen, ihre Solidarität zu stärken und die Welt zu inspirieren. In der Stadt, die Grenzen überwunden hat, stehen wir vereint gegen Unterdrückung, verteidigen die Demokratie und bekräftigen: Der Kampf für die Freiheit kennt keine Grenzen.“
Am 9. November folgt im Bundestag der „Women Freedom & Security Summit“. Veranstalterin ist die SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag, Evelyn Zupke. Zu dem Summit wird auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner erwartet. Als Partnerorganisationen nennt die Mitteilung die Axel Springer Freedom Foundation, Frauen für Freiheit und My Stealthy Freedom.
Antje Schippmann, Co-Gründerin und Geschäftsführerin der Axel Springer Freedom Foundation, sagt: „Ob in Iran, Belarus, Afghanistan, Sudan oder der Ukraine: Frauen gehören weltweit zu den mutigsten Akteuren gegen Diktatur und für Freiheit, und sie zahlen dafür oft den höchsten Preis. Der Women Freedom & Security Summit bringt sie zum Austausch über konkrete Handlungsempfehlungen in den Bundestag. Frauenrechte sind eine Frage unserer Sicherheit. Wir danken Evelyn Zupke, dass sie diesem wichtigen Thema gemeinsam mit uns und unseren Partnern eine bundespolitische Plattform gibt.“
Berlin Freedom Week findet zum zweiten Mal statt
Nach Angaben der Veranstalter kamen zur Premiere der Berlin Freedom Week 2025 mehr als 10.000 Besucher:innen. Das Programm umfasste mehr als 170 Veranstaltungen. Für die zweite Ausgabe vom 7. bis 14. November 2026 sind Konferenzen, Gespräche, Kulturformate, Führungen und Begegnungen an historischen und symbolischen Orten geplant.
Die Berlin Freedom Week erinnert an die Friedliche Revolution und den Mauerfall. Die Veranstalter wollen Berlin zugleich als Treffpunkt für Demokratiebewegungen, Menschenrechtsaktivist:innen und Exiloppositionelle positionieren.
Schirmherr ist erneut der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner. Die Projektpartner sind die Axel Springer Freedom Foundation gGmbH, der Berlin Freedom Society e. V., die Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., der World Liberty Congress und visitBerlin.
Berlin Freedom Conference findet am 10. November statt
Die Berlin Freedom Conference, die Leitkonferenz der Berlin Freedom Week, findet am 10. November 2026 im Filmtheater Colosseum an der Schönhauser Allee statt. Der Veranstaltungsort liegt in der Nähe der Gethsemanekirche, die während der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 eine wichtige Rolle für die DDR-Opposition spielte.
Bei der ersten Konferenz 2025 kamen im Schöneberger Gasometer knapp 1.000 Teilnehmer:innen und mehr als 70 Redner:innen aus über 30 Ländern zusammen. Das Programm 2026 soll sich unter anderem mit Demokratie und Freiheit im globalen Kontext, Technologie und Freiheit, Sicherheit, Meinungsfreiheit, Wirtschaft und transnationaler Repression beschäftigen. Regionale Schwerpunkte bilden unter anderem Venezuela, Iran, Polen, Ungarn, die Ukraine und verschiedene Staaten Afrikas.
Frank Ebert, Vorstandsvorsitzender der Berlin Freedom Society, erklärt: „Das Leitmotiv ‚Change is possible‘ knüpft an die Erfahrungen der Friedlichen Revolution von 1989 in der DDR und in ganz Osteuropa an. Diese Ereignisse stehen für die Erkenntnis, dass tiefgreifender Wandel möglich ist und Freiheit errungen werden kann. Die Freiheitserfahrung von 1989 ist ein gemeinsames Erbe, das Hoffnung schenkt und Menschen weltweit Mut und Kraft geben kann.“
Burkhard Kieker, Gründer der Berlin Freedom Society und Direktor der Berlin Freedom Conference, sagt: „Berlin als Stadt der Freiheit ist die richtige Bühne für Ideen von Demokratie. Die deutsche Hauptstadt präsentiert sich als Anker für Freiheitskämpfer in einer schwieriger werdenden Welt. Die Berlin Freedom Conference ist dafür die Plattform.”
Filmtag „Stories of Freedom“ ergänzt Programm
Am 11. November folgt im Filmtheater Colosseum ein ganztägiges Filmprogramm unter dem Titel „Stories of Freedom“. Filmemacher:innen, Aktivist:innen und Zeitzeug:innen stellen Geschichten über Mut, Widerstand und gesellschaftlichen Wandel vor. Zwei Schulvorführungen richten sich an junge Menschen.
Dr. Jürgen Amann, Geschäftsführer von visitBerlin, erklärt: „Berlin wird weltweit mit der Erfahrung verbunden, dass Freiheit immer wieder verteidigt werden muss. Wir freuen uns, dass visitBerlin auch bei der zweiten Berlin Freedom Week wieder als Initiator mitwirkt. Sie macht die Stadt zu einer Bühne für Stimmen aus aller Welt, die für Offenheit, Mut und gesellschaftliche Veränderung eintreten.“
Weitere Veranstaltungen in der Stadt umfassen Konferenzen, Diskussionen, Lesungen, Führungen, Filmvorführungen, Workshops und Community-Formate. Zu den genannten Organisationen und Institutionen gehören die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Europäische Akademie Berlin, Reporter ohne Grenzen, der Bundesnachrichtendienst, die Stiftung Berliner Mauer, das Deutsche Spionagemuseum, der Tagesspiegel und die Landeszentrale für politische Bildung Berlin.
Als Förderer der Berlin Freedom Week und der Berlin Freedom Conference 2026 nennt die Mitteilung die Postcode Lotterie, Airbnb und die Berliner Sparkasse. Die Veranstalter wollen die Programme in den kommenden Wochen veröffentlichen.
Titelbild: © visitBerlin, Dirk Mathesius – Initiatoren und Partner der Berlin Freedom Week
Weitere Informationen: about.visitBerlin.de
