Thüringer Tourismuspreis zeichnet vier Projekte aus
92 Bewerbungen gingen in diesem Jahr für den Thüringer Tourismuspreis ein. Damit erreichte der Wettbewerb einen neuen Höchststand. Das Thüringer Wirtschaftsministerium vergab die Auszeichnung zum 14. Mal und ehrte vier Projekte und Angebote. Der Preis würdigte Leistungen, die Impulse für den Tourismus im Freistaat setzen. Bei der Organisation arbeitete das Ministerium mit der Thüringer Tourismus GmbH und dem ADAC Hessen-Thüringen e. V. zusammen.
„Der Tourismuspreis macht sichtbar, wie viel Kreativität und Engagement in dieser Branche steckt. Die Bewerbungen zeigen, dass gute touristische Ideen nicht nur in klassischen Beherbergungsbetrieben entstehen, sondern auch in Museen, bei Veranstaltungen, in Kommunen und in vielen anderen Bereichen. Genau diese unterschiedlichen Ansätze bringen den Tourismus in Thüringen voran“, sagte Wirtschaftsministerin Colette Boos-John bei der Preisverleihung.
Das Ministerium öffnete den Wettbewerb in diesem Jahr auch für Kommunen, Vereine, Verbände und weitere tourismusnahe Akteure. Die vier Kategorien setzten unterschiedliche Schwerpunkte: „Gastgeber des Jahres“ würdigte Gastgeber und touristische Konzepte, „Projekt des Jahres“ neue Vorhaben. Die Kategorie „Digitale Innovation des Jahres“ rückte digitale Lösungen in den Fokus. Beim „Grünes-Herz-Erlebnis des Jahres“ zählten Erlebnisse mit Bezug zu Thüringen, Natur und regionaler Identität.
Die ausgezeichneten Projekte deckten diese Bandbreite ab. Der Landkulturhof Glücksbringer in Rudolstadt-Kirchremda erhielt den Preis als „Gastgeber des Jahres“. Der Hof bietet Familien Einblicke in Landwirtschaft, Tierhaltung und Natur. Übernachtungen, Veranstaltungen und Hoferlebnisse verknüpft er mit regionaler Wertschöpfung und dem Dorfleben.
In der Kategorie „Digitale Innovation des Jahres“ überzeugte HEIdigital am Naturhistorischen Museum auf Schloss Heidecksburg. Eine App, interaktive Medienstationen und ein digitales Korallenriff ergänzten die naturkundlichen Sammlungen. Das Angebot verbindet Naturwissenschaft und Kulturgeschichte und richtet sich unter anderem an Familien und junge Menschen.
Das Naturcamp Lenkgrund in Ilmenau-Frauenwald gewann als „Projekt des Jahres“. Auf dem Gelände eines ehemaligen Freibads kombinierte das Angebot Camping, Tiny Houses und Mietunterkünfte. Digitale Abläufe unterstützten Buchung, Anreise und Aufenthalt. Ein Waldladen steht rund um die Uhr offen; rund 98 Prozent seines Sortiments kommen aus Thüringen.
Der GutsMuths-Rennsteiglauf erhielt die Auszeichnung „Grünes-Herz-Erlebnis des Jahres“. Seit mehr als fünf Jahrzehnten verbindet die Veranstaltung Sport und Tourismus im Thüringer Wald. Sie bringt jährlich zahlreiche Menschen an den Rennsteig und stärkt die touristische Wertschöpfung der Region. Zugleich vermittelt sie Landschaft, Gastfreundschaft und regionale Verbundenheit.
Jeder Preisträger habe 5.000 Euro, eine Urkunde, eine Plakette sowie ein Marketingkooperationspaket der Thüringer Tourismus GmbH und des ADAC Hessen-Thüringen e. V. erhalten. Die neunköpfige Jury unter Vorsitz von Staatssekretär Marcus Malsch wählte die Gewinner aus.
„Wer sich die eingereichten Projekte und Angebote genauer anschaut, sieht sehr deutlich, wie viel Können und Leidenschaft im Thüringer Tourismus stecken. Die Preisträger zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie aus einer guten Idee ein überzeugendes Gästeerlebnis werden kann. Genau das macht den Tourismuspreis für mich so wertvoll, dass er Leistungen sichtbar macht, die im Alltag oft mit viel persönlichem Einsatz entstehen. Er gibt den Menschen dahinter die Bühne, die sie verdient haben. Gleichzeitig zeigen die ausgezeichneten Projekte, wohin sich der Tourismus in Thüringen weiter hin entwickelt. Qualitätsorientiert und mit einem klaren Blick darauf, was Gäste heute tatsächlich brauchen“, betonte Christoph Gösel, Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH.
„Freizeit ist für viele Menschen die Zeit, in der sie Neues entdecken und besondere Momente mit Freunden und der Familie erleben möchten. Umso mehr freuen wir uns, dass sich zahlreiche engagierte Touristikerinnen und Touristiker mit innovativen und zukunftsorientierten Ideen dafür einsetzen, Thüringen als Reiseland noch attraktiver zu machen. Von diesen neuen, vielfältigen Angeboten profitieren sowohl Gäste als auch die Menschen, die hier leben“, sagte Dr. Hilmar Siebert, Vorstandsmitglied für Finanzen und Tourismus des ADAC Hessen-Thüringen.
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